Adventskalender mit Evernote gestalten

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Evernote-Türchen – überraschend einfach

Wie wäre es, wenn Sie schnell und problemlos einen tollen Web-Adventskalender basteln – und zwar ganz einfach mit Ihren Evernote-Notizen? Ideal für die Vereinsarbeit, nette Aufmerksamkeit für Kunden oder einfach nur als Überraschung für die entfernt wohnenden Verwandten. Inhalt? Urlaubsfotos, Texte, Gedichte, Videos, Links, gute Wünsche usw. – eben das, was Sie sonst auch mit Ihren Evernote-Notizen machen.

Ein Klick genügt

Für die Umsetzung müssen Sie gar nicht viel „können“. Jene Notizen, die im Web ein Türchen ergeben sollen, erhalten das Schlagwort „Advent“ – und zuuuum, sind sie sichtbar. Sie entfernen das Schlagwort „Advent“ – und baaaang, sind die Notizen aus dem Web verschwunden. Mehr müssen Sie nicht tun. Und Sie können bereits jetzt Ihre Türchen füllen und gestalten – eben mit den oben erwähnten Inhalten. Im Dezember müssen Sie dann nur noch den erwähnten Klick oder – mobil – Fingerdruck ausführen – schon wird der bereits erstellte Inhalt sichtbar. Dazu kommt eine sehr hübsche Verpackung, ein Layout, das sich flexibel allen Bildschirmgrößen anpasst – und die eigene Smartphone-App entsteht nebenbei, ohne dass Sie etwas dazu tun müssen. Na, ist das was?! Wenn Sie Ihrer Partnerin am 1. Dezember sagen: „Schatz, zück‘ mal Dein Galaxy und schau‘, was ich für Dich gebastelt habe!“ Vielleicht verbirgt sich ja hinter dem 24. ein Gutscheincode für einen Ehering? Alternativ: für ein iPad-Air? (Nun, ich wüsste, was ich wählen würde 😉 ).

Wie wird der Kalender umgesetzt?

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postach.io hilft

Zwar könnte man einen solchen Kalender mit den Bordmitteln von Evernote erstellen – einfach ein entsprechendes Notizbuch freigeben – das würde aber sehr trocken aussehen. Es gibt aber einen Dienst, der bei der letzten Entwickler-Konferenz von Evernote den 1. Platz belegt hat: postach.io  Dabei handelt es sich um ein kostenloses Weblog-System, das von Ihnen gekennzeichnete Notizen im Web als eigenständige Seite darstellt. Das Geniale: Sie können ein Evernote-Schlagwort bestimmen, das für die Veröffentlichung vollautomatisch sorgt. Beispielsweise „publizieren“, „veroeffentlichen“ oder – in unserem Fall – „Advent“. Immer, wenn Sie dieses Schlagwort einem Notizblatt vergeben, erscheint die Notiz im Web. Entfernen Sie das Schlagwort, verschwindet die Notiz sofort wieder. Ideal auch für Rezept-Seiten, Vereinsnachrichten oder Urlaubstagebücher. Sie müssen lediglich beim ersten Start Ihren Evernote-Account mit postach.io verknüpfen, damit der Dienst erkennen kann, ob Sie eine Notiz für die Veröffentlichung markiert haben.

Ein paar Einstellungen – fertig

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Namen vergeben

Innerhalb von postach.io müssen Sie gar nicht viel machen. Sie denken sich einen Namen aus – der wird gleichzeitig Bestandteil des Domain-Namens, also z. B. „familiemaier“ wird zu der Webadresse „http://familiemaier.postach.io“. Diese können Sie anderen weitergeben, so dass jeder Ihre Webseite aufrufen kann. Außerdem wählen Sie noch das Notizbuch aus, in dem Sie Ihre Advent-Notizen innerhalb von Evernote speichern. Außerdem können Sie noch unter „Settings“

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Schlagwort einstellen

bestimmen, welches Schlagwort die Markierung für eine Veröffentlichung vornehmen soll – wir nehmen als Beispiel-Schlagwort „Advent“. Außerdem soll unsere Webseite alle 24 Türchen auf der Startseite zeigen – daher noch bei „Posts per Page“ von „10“ auf „24“ umstellen.

Jetzt sind wir fast fertig – nur noch im „Theme Browser“ ein Layout auswählen, das sich etwas für einen Adventskalender eignet – ich habe hier zu „Gridly“ gegriffen, das später jede Notiz in einer Kachel darstellt. Nun können wir postach.io verlassen. (Es gibt noch weitere Einstellungen, die wir aber für unseren Kalender nicht benötigen)

Das Erstellen der Türchen

Jetzt legen wir 24 Evernote-Notizen an. Damit unsere Türchen „hübsch“ aussehen, gestalten Sie 24 nette Grafiken. Das können (Instagram-)Fotos sein, kleine Cartoons oder – schlicht – große Ziffern als Grafik. Dabei können Sie schon bei der Notizerstellung „mischen“ – also nicht zuerst Notiz 1. Dez., Notiz 2. Dez. usw., sondern Notiz 8. Dez., Notiz 23. Dez. – das ergibt später das „Adventskalenderfeeling“.

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Notizen für die Türchen

Vergeben Sie in dieser ersten Runde noch kein Schlagwort. Denn momentan haben wir ja erst mal die Notizen ohne Inhalt – der soll ja erst am entsprechenden Tag sichtbar werden. Daher doppeln wir mit einem einfachen Befehl diese Notizen in einem Rutsch: Mit STRG+A markieren wir alle 24 Notizen, rechte Maustaste und „kopieren in Notizbuch“ – hier auch wieder „Adventskalender“ wählen.

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Notizen doppeln

Nun haben wir 48 Notizen. Die ersten 24 – die ja nach dem Erstelldatum sortiert sind – wie üblich mit der Maus markieren (auf die erste klicken, STRG-Taste gedrückt halten, auf die 24. klicken) und jetzt erst das Schlagwort „Advent“ vergeben. Jetzt noch ein kurzer Sync – und schwupp: sofort danach ist unser Adventskalender mit allen 24 Türchen online erreichbar. Natürlich noch ohne Inhalt.

Das Erstellen der Inhalte

Die anderen 24 Türchen, die nicht das Schlagwort „Advent“ aufweisen, können wir nun schon mal mit Inhalten versehen. Wie gesagt, ob Sie nun Texte, Links oder Fotos einfügen, vielleicht auch eine kleine Kurzgeschichte oder einen Gutschein – das bleibt Ihnen überlassen.

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ein Gedicht

Hinweis: Momentan arbeitet Postach.io noch daran, dass auch Dateianhänge von Notizen auf der Webseite eingeblendet werden können. Bereits jetzt können Sie aber Audio-Dateien und etliche Video-Dienste einblenden, das sollten Sie nur vorher ausprobieren.

Ab dem 1. Dezember

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auf dem Smartphone

Alles, was Sie ab dem 1. Dezember machen müssen: Mit einem Klick den Tag „Advent“ an dem leeren Türchen entfernen und mit einem zweiten Klick am gefüllten Türchen anbringen. Das geht nicht nur am Computer, auch von unterwegs sind die ausgezeichneten mobilen Apps von Evernote sehr einfach zu bedienen – Sie können also auch während einer Zugfahrt den Inhalt auf „sichtbar“ stellen. Okay, wenn es immer um Mitternacht sein muss, dann stellen Sie Ihren Smartphone-Wecker und führen den Fingerdruck durch 🙂

Da sich das Postach.io-Layout sehr gut allen Smartphone-Bildschirmen anpasst, haben Sie damit auch gleichzeitig eine kleine App gestaltet: ruft man den Link auf, so erscheinen die Türchen beispielsweise beim iPhone untereinander oder – im Querformat – immer zwei Türchen nebeneinander. Wenn man den Link dann noch auf seinen Homescreen legt, kann man täglich ein neues Türchen öffnen …

 

 

 

 

 

 

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15 Antworten

  1. Peter Port sagt:

    Prima Vorschlag!
    Postach.io verwende ich schon und bin sehr zufrieden damit!
    Ich erlaube mir jedoch, das Verfahren für meine Fernschüler als „Mathe-Frage des Tages“ in der Erwachsenenbildung auch über die Advendszeit hinaus zu verwenden!
    Nochmals danke für den Tip!
    Liebe Grüße aus dem Vogelsberg und schöne Advendszeit!
    Peter

    • Redakteur sagt:

      Hallo Peter – das für Schüler einzusetzen, ist auch eine prima Idee. Vielleicht kannst Du hier den Link bei Gelegenheit posten, wenn es fertig ist? Würde sicher viele Leser interessieren!

  2. Volkmar Miehling sagt:

    Hallo Herbert,
    tolle Idee und prima Beitrag – wie immer.
    Daher mal ein großes Dankeschön für deine Beiträge rund um Evernote.

    Gruß aus Bayern,
    Volkmar

  3. Jana Stahl sagt:

    Hallo Herbert,- vielen Dank für den schönen Tipp. Einen Adventskalender konnte ich schon mal entwerfen, mit dem klappt alles wunderbar. Heute wollte ich noch einen zweiten draufsetzen und bin nun etwas ratlos.

    http://bh-himmelheber.postach.io/

    No posts yet ist die Meldung. Dabei habe ich 24 schöne Bildchen als Notiz eingepflegt, meiner Meinung nach im richtigen Ordner. Gibt es schon Erfahrungen, wo man Fehler machen könnte, so dass die Notizen nicht auf der Seite landen?

    • Jana Stahl sagt:

      Hallo,- den Fehler bei Buchhandlungs-Adventskalender konnte ich lösen. Bei dem anderen Kalender lassen sich die Posts allerdings nicht wie gewünscht sortieren. Ich hätte am liebsten die neuesten Türcheninhalte ganz oben (links das neueste, nach rechts und unten dann die älteren und danach die noch nicht geöffneten Türchen). Theoretisch sollte es mit Sortierung nach dem Aktualisierungsdatum (neueste zuerst) ja funktionieren, tut es auch in dem anderen Kalender, aber in diesem nicht.

      • Redakteur sagt:

        So auf Anhieb habe ich keine Lösung. Eventuell richtet sich postach.io nach dem „modify“-Datum. Ruf‘ zur Probe mal zwei Notizen in Evernote auf, klicke auf das kleine „i“ rechts oben und bearbeite das Datum im Feld „geändert“.

  4. Hat jemand eine Ahnung, wie ich ein Impressum beim Postach.io einfüge? Auch bei einem Blog kommt man um die rechtlichen Dinge (Herausgeber, Google Analytics Disclaimer,…) herum. In der Wartung des Postach.io Blogs hab ich aber keinerlei Möglichkeiten, eine Impressumseite einzufügen!

    • Herbert sagt:

      Früher war es jedenfalls so, dass man in Postach.io mehrere Seiten anlegen konnte, die dann im Menü aufgeführt wurden. Ich würde eine Notiz mit den Impressumsinhalten füllen und diese dann als eigene Seite definieren.

      • Leider besteht diese Option bei postach.io nicht (oder nicht mehr?).

        • Horst sagt:

          Kann man dort nicht die Seite http://www.keglovits.at/#!impressum/cj3v nicht einbinden?

          • nein, man kann gar keine Seiten machen. In dem von mir gewählten Layout scheint nicht mal die Kurzbeschreibung auf, die man in der Wartung hinterlegen kann. Man kann nur Postings über Evernote produzieren.

            In der Hilfe Datei ist beschrieben, wie man Kategorien implementiert – aber da muss man ein halber HTML programmierer sein – geht nur über die Änderung des source codes – also meine Versuche sind bisher gescheitert.

            Ebenso wird’s mit eigenen Seiten sein nehm ich an. Möglich viell. über HTML code Änderung. Aber die Wartung sieht nichts vor leider…

          • Herbert sagt:

            Früher konnte man für Seiten den Tag „Pages“ (zusätzlich zu „published“) vergeben. Hast Du das mal probiert?

        • Horst sagt:

          Und ist die Aufnahme des Impressums in Evernote keine Option?
          Es reicht ja eine Art „Visitenkarte“ und auf den Rest (Rechtliche Hinweise, Google Analytics) wird dann per Link verwiesen.

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