Clearly-Notizen mit Calibre konvertieren

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rasch erstellt

Gerade ist bei Amazon der E-Reader „Kindle Paperwhite 2“ erschienen, Anlass genug, sich wieder einmal mit Evernote und E-Readern zu befassen – eine Reihe von Beiträgen dazu finden sich ja schon in meinem Blog. Evernote-Notizen, die mit Clearly erstellt wurden, eignen sich hervorragend für E-Reader, da die derart gespeicherten Texte bereits „bereinigt“ sind, Werbebanner, Menüpunkte, Sonderformatierungen usw. sind bereits von Evernote entfernt worden. Meist wird man diese Informationen auch innerhalb seiner Evernote-Anwendung lesen, aber es kann sich doch mal ganz nützlich erweisen, die Informationen „gebündelt“ an seinen E-Reader zu übergeben: Vielleicht haben Sie ja zu Hause zu einem Thema recherchiert, mit kurzen Klicks die gefundenen Webseiten in Evernote aufgenommen und möchten nun in Ruhe im Zug die Inhalte lesen? Oder Sie sammeln während der Woche mit Clearly die neuesten Krimi-Besprechungen und kommen erst am Wochenende dazu, die Notizen zu sichten und sich für einen Lesestoff zu entscheiden. Statt mit der Smartphone-App bequem auf dem Terassenstuhl seinen leichten E-Reader in der linken Hand und in der rechten ein kühles Getränk – das hat doch was, oder?

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Export mit Index

Okay, in Kurzform, wie es gemacht wird [1]. Evernote bietet da nämlich einen recht bequemen Weg, sofern Sie ein wenig mit dem verbreiteten Konvertierungsprogramm Calibre vertraut sind:

1. Webseiten und Artikel wie gewohnt sammeln. Man kann übrigens in den Einstellungen von Clearly ein Schlagwort vorgeben – anschließend einfach dieses Schlagwort auswählen (in unserem Beispiel „Clearly“), schon hat man alle Notizen zusammen.

2. Notizen in Evernote markieren, rechte Maustaste, „Notizen exportieren“ und im Menü den Punkt „Als HTML-Webseite mit mehreren Seiten exportieren“. Denn bei diesem Exportformat wird eine entscheidende Datei angelegt: Evernote_index.html.

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der Index genügt

3. Diese Datei benötigen wir – und zwar nur diese Datei. Calibre öffnen und die Index-Datei aus dem Verzeichnis in Calibre ziehen. Diese Datei erzeugt bei unserem E-Book nicht nur ein Inhaltsverzeichnis mit Links zu den einzelnen „Kapiteln“ (= die einzelnen Clearly-Notizen), sie sorgt vielmehr auch dafür, dass Calibre alle Texte und Bilder aus den anderen exportierten Notizen aufnehmen kann. Also: innerhalb von Calibre rechte Maustaste auf die gerade per Drag ’n Drop aufgenommene Index-Datei, dann „Bücher konvertieren“ und „Auf einmal konvertieren“. Zwar könnte man an diesem Punkt eine Reihe von Einstellungen vornehmen, z. B. eine Grafik für ein „Buchcover“ auswählen, aber dieser Aufwand lohnt nur in seltenen Fällen. Einfach alle vorgegebenen Einstellungen so lassen, wie sie sind und konvertieren. Fertig.

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für Calibre genügt eine Datei

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Kindle-Format

Ihr „Clearly-Buch“ liegt jetzt im verbreiteten ePub-Format vor, kann also von Tolino Shine, Sony-Reader, Bookeen, vielen Android-Apps usw. sofort gelesen werden. Sollen die Notizen auf einem Kindle-Reader, wie z. B. dem Paperwhite, gelesen werden, so stellt man bei der Konvertierung von „ePub“ auf „Mobi“ um.

Es gibt noch eine Reihe von anderen Möglichkeiten, seine Notizen an einen E-Reader zu übertragen. Aber bei dieser Lösung finde ich besonders elegant, dass man wirklich nur eine Datei beachten muss. Und einigermaßen „hübsch“ sieht das Ergebnis auf dem E-Reader dann auch noch aus:

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das Ergebnis

 

[1] Es gibt zwar auch eine iPhone-App, die aus Evernote-Notizen ein ePub erstellt, aber die kann nicht von anderen Smartphones genutzt werden.

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4 Antworten

  1. Andreas Schnebel sagt:

    Hallo Herbert,

    habe ich ausprobiert. Ist eine gute Idee, die ich sicher bei Gelegenheit nutzen werde. Danke!

    LG, Andreas

  2. Friedrich Naumburg sagt:

    Hallo,
    das ist wirklich ein tolle Sache. Es scheint aber so zu sein, dass Umlaute an irgend einer Stelle Probleme bereiten. Ich nehme an, dass Calibre damit Probleme hat. Wenn die HTML-Dateien Umlaute im Titel haben werden sie in Calibre nicht mit importiert.
    Meine Datein hießen z.B. „Seite 1 Archäologie Online.html“. Als ich die Umlaute vorher in Evernote durch ae ausgetauscht hatte, ging es ohne Probleme.
    Jetzt hab ich gesehen, dass du in deinem Beispiel auch eine HTML-Datei mit einem Umlaut hast („Geschälte Apps…). Gibt es vielleicht eine Einstellung in Calibre (2.27.0), die ich vornehmen muss, damit Umlaute akzeptiert werden?
    Viele Grüße
    Friedrich

    • Redakteur sagt:

      Eigentlich sollte das kein Problem sein – bei Gelegenheit werde ich noch einmal einen Test durchführen.

  3. Hallo!

    Ich habe das gerade mal probiert, aber mir gelingt es nicht die Bilder sichtbar zu machen, bzw. es sind nur Links. (azw3, Kindle) Würde mich über einen Tipp freuen!

    Gruß, Volker

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