Evernote plus QR: Geschenke originell verpacken

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Eine Karte mit 800 Seiten

Evernote kann man auch als eine Art „Geschenke-Box“ verwenden. Ich möchte das mal am Beispiel von kostenlosen E-Books illustrieren.

Nach wie vor gehören Smartphones, Tablets und E-Reader zu den beliebtesten Geschenken. Aber 95 % der Beschenkten nutzen bei diesen Geräten nur ein paar Grundfunktionen. So zeigt beispielsweise die JIM-Studie 2014, die vorgestern erschienen ist, dass sich die Kenntnisse von Jugendlichen auf WhatsApp, Facebook, YouTube und eventuell noch Wikipedia beschränken. Fertig. Dabei laden gerade die größeren Bildschirme heutiger Smartphones dazu ein, z. B. an der Haltestelle, im Zug oder auch auf dem heimischen Sofa mal wieder ein gutes (Digital-)Buch zu lesen. Wie wäre es nun, wenn Sie ein solches Buch verschenken, ohne dass es Sie – außer Phantasie – etwas kostet? Denn – ganz legal – können Sie im Netz tausende von Büchern laden, die Copyright-frei [1] sind: Ob nun die „Schachnovelle“ von Stefan Zweig, das „Kinderverwirrbuch“ von Joachim Ringelnatz, „Der Rabe“ von Edgar Allan Poe oder Sherlock-Holmes- und Karl-May-Romane.

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eine Seite

Sammlungen solcher kostenloser E-Books finden Sie beispielsweise bei „Projekt Gutenberg“ (bei SPIEGEL.DE) oder Mobileread.com. Für unser Beispiel greifen wir zu dem „dicken“ Band „Sämtliche Märchen“ von Hans Christian Andersen (Download ePub-Format[2]). Diese Datei fügen Sie in eine Evernote-Notiz ein. Gleichzeitig fertigen wir noch eine „Geschenke-Karte“ für unser E-Book an, damit die Geschichte „zum Anfassen“ ist und etwas hübscher aussieht.

Für unser Beispiel habe ich zunächst ein Kapitel in eine Reader-App [3] geladen, ein paar Streichhölzer auf das Smartphone gelegt, ein Foto angefertigt und hatte so das Grundmotiv für meine Geschenkekarte. Mit einigen „Frost“- und „Straßenlaternen“-Filtern etwas aufgehübscht. Teil eins ist damit fertig.

Im zweiten Schritt wird die Evernote-Seite etwas netter gestaltet. Der pure E-Book-Download wirkt ja etwas kahl – also z. B. noch eine Grafik gestalten, evtl. etwas Musik einbinden – oder mit der mobilen Evernote-App einen persönlichen Audio-Gruß einsprechen. Jetzt wirkt die Notiz doch gleich viel netter.

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Notiz mit Inhalten füllen

Nun zurück zu unserer Geschenke-Karte. Das Bild-Motiv ist erstellt, jetzt fehlt noch der Link zu unserer eben erstellten Notiz. Daher fügen wir noch einen QR-Code, wie man ihn z. B. von Konzertplakaten kennt, ein. Der Beschenkte muss später nur kurz sein Smartphone auf diesen Code halten – und schon öffnet sich unsere Notiz im Web. Dazu erzeugen wir zunächst einen üblichen Freigabe-Link (auf dem Desktop: rechts oben über der Notiz), der automatisch in unserer Zwischenablage landet[4]. Als nächstes rufen wir eine Seite auf, die Links in eine QR-Grafik verwandelt – dafür gibt es hunderte von Webseiten, z. B. diese hier.

Damit haben wir nun die zweite Grafik, die wir benötigen: Diese einfach in einem Grafik-Programm zum Motiv hinzu fügen und auf stärkerem Fotopapier [5] ausdrucken.

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die fertige Karte

Zusammen mit ein paar Keksen oder einer Tafel Schokolade hat man so ein (Zusatz-)Geschenk zum „Anfassen“, originell auch für ein kleines Adventsgeschenk, Adventskalender, Wichtel-Abende oder einfach mal „zwischendurch“.

Bonus-Tipp: Die Evernote-Notiz, zu der die Karte verlinkt, können Sie ja noch kurz vor dem Auspacken bearbeiten. Tippen Sie beispielsweise noch rasch mit der Evernote-App auf Ihrem Smartphone die Zeile dazu „Jung, die Socken, die Du gerade von Tante Erna erhalten hast, musst Du nicht tragen“ – und Sie erreichen einen kleinen Verblüffungseffekt 😉

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fertige Webseite

[1] Prinzipiell: 70 Jahre nach dem Tod eines Autors können die Original-Texte frei verwendet werden. Es gibt dann noch eine Reihe von Bedingungen, wenn es sich z. B. um neue Textfassungen, Übersetzungen usw. handelt.
[2] „ePub“ ist ein ideales Format, da sich der Text flexibel an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst. Für alle Smartphones und Tablets gibt es kostenlose Lese-Apps, Tolino-Shine usw. verstehen das Format ohnehin. Lediglich Kindle-Besitzer müssen eine kurze Konvertierung in das Amazon-Format vornehmen. Das geht rasch mit dem kostenlosen Tool „Calibre„.
[3] Die umfangreichste App (iOS und wohl auch Android) ist „Marvin„. Seit kurzer Zeit gibt davon einen „kleinen Bruder“ mit einigen Besonderheiten „Gerty“ – unbedingt mal anschauen.
[4] Evernote erzeugt ja – absichtlich, damit nicht jemand einen Link zufällig errät – sehr lange Notizen-Links „https://evernote.com/share/xxyyzz usw.“.
[5] Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit HP Premium Pro, 300 gr. Auch nach langer Lagerung „biegen“ sich nicht die Karten und vor allem haben sie auf der Rückseite eine Beschichtung, die der Tintenstrahldrucker besser fassen kann. Bei anderem Papier verrutschen bei mir immer die letzten 2 cm.

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