Funktion „Fake Duplex“ beschleunigt Scan-Vorgänge (Mac)

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Inhalte von Dokumenten werden erkannt

Scannen ist für Evernote-Anwender immer ein wichtiges Thema. Durch gute Apps landen heute kleine Quittungen und einzelne Briefe direkt via Smartphone im Archiv, für umfangreiche Dokumente erzielt man mit regulären Scannern schnellere und bessere Ergebnisse. Allerdings möchte nicht jeder das Geld für einen puren Dokumentenscanner ausgeben, der eine „echte“ Duplex-Erfassung mit zwei Kameras ermöglicht, die gleichzeitig Vorder- und Rückseite abtasten. Oft muss die Drucker-Scanner-Kombination genügen. Selbst wenn diese über den Luxus eines Einzug-Aufsatzes verfügt, dauert das mechanische Wenden jeder Seite durch solche Aufsätze recht lange. Bei einem reinen Flachbett-Scanner ist der Vorgang noch umständlicher: mehrseitige Vertragsunterlagen, Arztberichte, Magazine usw. müssen aufgelegt, umgeblättert, gedreht und neu gescannt werden, damit man alles in der richtigen Reihenfolge hat.

Ein einfaches aber pfiffiges Tool erleichtert solche Erfassungen auf dem Mac deutlich: PDFScanner. Dort findet sich ein Menüpunkt „Fake Duplex“. Gemeint ist damit:

  • Man nimmt den Papierstapel und scannt zunächst nur die ungeraden Seiten ein. Dadurch muss man sich keine Gedanken über Drehungen, Ausrichtungen usw. machen. Auch nicht über das „Aufschichten“ bereits gescannter Seiten: Am Schluss liegt einfach S. 1 ganz unten, S. 20 ganz oben.
  • Falls man über einen Einzug-Aufsatz verfügt, kann man die ungeraden Seiten „in einem Rutsch“ scannen, ohne dass das Papier umgedreht werden müsste.
  • Im zweiten Vorgang werden alle geraden Seiten erfasst. Das ist besonders einfach, da man „von hinten“ beginnen kann, also das oberste Blatte seines schon mal gescannten Stapels nimmt (in unserem Beispiel: S. 20) und einlegt. Es macht nichts, wenn diese Seite „leer“ ist – PDFScanner erkennt dies und löscht die Seite später.
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Button „Fake Duplex“

Das Tools mischt nach Abschluss gerade und ungerade Seiten – man erhält ein PDF mit der richtigen Reihenfolge der Seiten.
Ich habe den Vorgang mit meinem „Zweit-Scanner“ HP-Envy getestet, der für seine 60 Euro ja sehr einfach gestrickt ist und dessen Software nur Grundfunktionen beherrscht – hat tadellos und flott geklappt.

Bonus: Im Unterschied zu früher liegt heute den preisgünstigen Scan-Drucker-Kombinationen oft keine OCR mehr bei – PDFScanner bringt diese mit. Habe ich jetzt aus Zeitgründen nicht getestet, aber Nutzer-Berichte sprechen von Ergebnissen, die Abbyy-Qualität erreichen sollen – das wäre ja eine Hausnummer.

Was ich hingegen getestet habe: PDFScanner erkennt, wenn im Dokument ein Datum erscheint und kann dieses für den Dateinamen übernehmen. Die Gestaltung des Dateinamens kann man in den Einstellungen festlegen. Ich habe „Jahr“-„Monat“-„Tag“_Scan.pdf eingestellt und auf dem Papier 22. 7. 2017 gedruckt. Die Erkennung und Umstellung hat korrekt funktioniert:

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Datum wird erkannt

Auch die automatische Speicherung auf meinem Synology-NAS war kein Problem, alternativ hätte ich natürlich einen Evernote-Import-Folder angeben können.

 

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2 Antworten

  1. Yara sagt:

    Klingt nach einer grandiosen Funktion, die ich auch gut gebrauchen könnte. ABER – ich nutze einen Windows 10 Laptop. Dieses Programm scheint es nur für Mac zu geben.

    Hat jemand eine Empfehlung für Windows??? Welches andere Programm bietet ebenfalls eine Fake Duplex Funktion an?

  2. Max sagt:

    Super Tipp mit diesem Programm. Dafür besten Dank.

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