Hemingwrite – eine Schreibmaschine für Evernote?

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Michal Lanzinger ist vielen Lesern meines Blogs durch mehrere Gastartikel bekannt. Diesmal hat er sich das Kickstarter-Projekt „Hemingwrite“ etwas näher angeschaut.

Schreiben mit Evernote & Off the Grid
hemingwrite

keine Ablenkung

Dass man Evernote wunderbar zum Kreativen Schreiben verwenden kann ist hinlänglich bekannt und Schreibprogramme wie FastPencil bieten längst Interaktions-Möglichkeiten mit dem grünen Elefanten an. Doch will man ‚Off the Grid‘ und damit fernab von World Wide Web bzw. ohne Störungen schreiben ist guter Rat teuer. Während viele Schriftsteller sogar Hintergrundgeräusche brauchen, sodass es zwischenzeitig eigene Ambivalent Noise Generators gibt, die z. B. ein Kaffeehaus für das Schreiben im stillen Kämmerlein simulieren, kann es vielen SchreiberInnen nicht still und störungsfrei genug sein.

Doch gerade das kann ein Computer, Laptop oder Tablet eigentlich nicht (mehr) leisten, zu verlockend ist es doch mal kurz die Mails zu checken oder den aktuellen Kreativ-Status bei Twitter, Facebook und Co zu veröffentlichen. Die Verbindung zum Internet ist schließlich immer bloß einen Klick weit weg.
Hier kann jedoch ein neues Projekt Abhilfe schaffen, die Hemingwrite [Video] als quasi-mechanische Schreibmaschine des 21. Jahrhunderts, die von den Machern auf der Projekt-Homepage wie folgt beschrieben wird: ‚Hemingwrite is the Kindle of writing composition‘.
In der Tat vereint das Gerät der Projektbeschreibung nach die Vorteile einer Reiseschreibmaschine (komplett mit Trage-Griff) mit mondernster Technologie. Geschrieben wird nicht auf (digitalisierbarem) Papier, sondern es dient ein kleines eInk-Display von ca. 6″ zur Anzeige der verfassten Inhalte. Die Speicherung erfolgt auf dem Gerät selbst und kann dann via WLan oder Bluetooth direkt an Evernote übergeben werden, wo man das Werk dann weiter bearbeiten und editieren kann. Weitere ‚fancy functions‘ entfallen.
Wie man also bei dem zitierten Kindle auf das Lesen fokussiert werden soll, soll man bei der Hemingwrite, ohne jene Ablenkungen zu haben, die ein Tablet & Co sonst mit sich bringen, schreiben können. Und mit einem Speicherplatz für 1+ Millionen Seiten und einer Akkulaufzeit von 6+ Wochen ist man bei der ‚kreativen Texteingabe‘ durchaus gut aufgestellt. Das nostalgische Geklapper einer mechanischen Tastatur inklusive.
Derzeit ist die Hemingwrite allerdings nur ein Projekt, für das es natürlich auch einen Kickstarter gibt. Die besten Pledge-Angebote sind bereits aufgebraucht, aber für ab $ 369,- kann man ab September 2015 eine Hemingwrite sein Eigen nennen. Zumindest wenn der Plan des Projektes aufgeht, allerdings ist bereits jetzt nach nur einer Woche das Finanzierungsziel überschritten.
Michael Lanzinger [E-Mail]

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2 Antworten

  1. Martin sagt:

    „Ambivalent (sic!) Noise Generator“ triffts ziemlich genau 😉
    Beste Grüße
    Martin

  2. Christian Roth sagt:

    Ich löse das mit einem alten Notebook, der Software WriteMonkey und dem Import-Ordner von Evernote.

    Bei WriteMonkey sind die Sounds dabei und ich habe eine deutsche Tastatur und nicht noch mehr Plastik in meinem Leben.

    Mit den 369.- Dollar kann ich eine fette Spende an den Entwickler von WriteMonkey senden und 5 Jahre Evernote-Premium sowie ausreichend Kaffee kaufen.

    Aber wer es braucht ist sicher damit happy …

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