Joplin: Kostenloses Mini-Evernote für alle Plattformen

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Evernote-Import

Joplin versteht sich als Open-Source-Alternative zu Evernote und läuft unter Windows, Mac, Linux (!), Android und iOS – sogar eine Terminal-Variante gibt es. Dazu kommen einige Besonderheiten wie z. B. die Möglichkeit, im Editor Markdown zu nutzen. Für den Sync zwischen Geräten wird OneDrive genutzt, angeblich ist auch der Sync via Netzwerk möglich [1]. Die Daten sind offline verfügbar, so dass auch ein Arbeiten ohne Netz möglich ist.

Der Import von Evernote-Notizen ist vorgesehen, wenn man diese zuvor im ENEX-Format exportiert hat. Eine einfache Erinnerungsfunktion gibt es ebenfalls. Todos funktionieren etwas anders als in Evernote: Jeweils eine ganze Notiz erhält das Kästchen und taucht oben in der Notizliste auf. Grafiken werden eingeblendet, andere Anhänge werden über die jeweils verknüpften externen Anwendungen aufgerufen. Als nächster Schritt ist eine End-zu-End-Verschlüsselung für alle Plattformen geplant.

Eine nette Idee ist die Markdown-Ansicht mit Vorschau in zwei Spalten, so dass man während des Tippens direkt das fertige Layout erkennt. Die Vorschau kann man aber auch deaktivieren, um mehr Raum für die Notiz zu erhalten.

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Markdown ist mit dabei

Schlagwörter, Notizbücher usw. – wie gewohnt. Hört sich gut an – allerdings darf man die Erwartungen nicht zu hoch setzen. Es bleibt, verglichen mit Evernote, ein „kleines“ Tool, das nur die Basics beherrscht. Beispielsweise wird weder Handschrift noch Text in Grafiken erkannt, es gibt – momentan jedenfalls – keine ausgereifte Such-Syntax, für PDF-Dateien gibt es keine Vorschau usw. Für einen Evernote-Intensiv-Nutzer mit großen Datenmengen ist Joplin kein Ersatz. Wer allerdings in erster Linie Textnotizen anlegt, gerne mit Markdown arbeitet, nur hin und wieder Anhänge einfügen möchte – für den kann das Tool tatsächlich eine Alternative sein, da es auf allen Plattformen genutzt werden kann.

Dennoch ist die Sache pfiffige: In Markdown zu schreiben ist eine feine Sache, um Notizen strukturiert zu erfassen. Und wenn die Entwickler wie in Aussicht gestellt tatsächlich eine End-zu-End-Verschlüsselung realisieren und intensiv am Ball bleiben, so könnte die Anwendung durchaus viele Freunde gewinnen.

Homepage von Joplin
Review auf „OMG! UBUNTU!“

[1] Konnte ich unter Windows nicht entdecken – vielleicht kommt die Funktion aber auch erst in einer nächsten Version.

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