Moleskine Chapters – Ideen gebündelt

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Notizbuch mit eigenen Kapiteln

Ab und zu gehe ich hier im Blog ja auch auf Papier-Notizbücher ein – gerade für Evernote gibt es bei Moleskine eine ganze Reihe spezieller Ausgaben (z. B. wird ein kleines Weckersymbol angekreuzt – und Evernote erinnert automatisch an den Termin). Bei der gerade erstmals erschienen Journal-Reihe „Moleskine Chapters“ gibt es zwar keine direkte Einbindung von Evernote, dennoch lassen sich analoge und digitale Strukturierungsidee recht gut verbinden. Aber zunächst Einzelheiten zum Notizbuch:

Es handelt sich um das typische Journal-Format – also schlanker, sprich: weniger breit als übliche Notizbücher; 3 Größen; liniert bzw. gepunktet, max. 128 Seiten, dünner Umschlag, insgesamt sehr leicht. Ohne die typische Innentasche auf der letzten Umschlagseite, dadurch also auch nicht besonders „dick“. Kosten: zwischen 6 und 10 Euro, je nach Größe.

Die Besonderheit: durch farbige Doppelseiten erhält man eine Kapitelunterteilung. Beispiel „Slim Large“ (11,5 x 21 cm):
– 7 Kapitel
– 1 Todo-Kapitel (ebenfalls farblich getrennt), hier haben die Zeilen kleine „Abhak-Kringel“ und diese Blätter sind auch perforiert
– 1 Seite zur Aufnahme der Kapitelüberschriften ganz am Schluss des Notizbuchs (auch in Farbe)
– Duofarbton: Umschlag und Kapitelseiten sind farblich unterschiedlich gestaltet

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verbunden

Genau genommen erhält man 5 – 8 per Fadenbindung verknüpfte dünne Heftchen, was man beim Aufklappen nicht bemerkt, aber am Notizbuchrücken sehen kann.

Der Vorteil dieser Bindung: alle aufgeschlagenen Seiten liegen immer „plan“ (180° flat), so dass man problemlos eine Skizze über zwei Seiten hinweg zeichnen kann – und beim Scan nach Evernote, wenn man mag, die Doppelseite aufnehmen kann, ohne dass man in der Mitte gebogene Blätter hat.

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platt

Meist füllt man ein Notizbuch ja „linear“, Seite auf Seite. Mir hat die Idee der Themen-Bündelung recht gut gefallen, denn in Evernote geht man ja ähnlich vor: Man ordnet neue Notizen direkt in ein bestimmtes Notizbuch ein oder vergibt ein bestimmtes Schlagwort. So könnte man den Abschnitten von „Moleskine Chapters“ die gleichen Bezeichnungen geben, die man in Evernote verwendet. Wenn man dann alle Seiten eines Papier-Kapitels über eine Smartphone-App einscannt, hat man die Information sofort richtig eingeordnet, ohne blättern zu müssen oder die einzelnen PDF-Seiten neu ordnen zu müssen.

Nachdem heute die Moleskine-Bücher bei mir eingetroffen sind, muss ich sagen, dass sie wirklich sehr leicht, flach und „unauffällig“ sind [1], passen gut in die Seitentasche neben das iPad. Für welche Art von Information taugen diese Notizbücher? Nun, zu schade (und zu teuer) wären sie sicher für simple Einkaufs- oder pure Stichpunktlisten. Auf der anderen Seite umfasst jedes Kapitel nur 14 Seiten – also eher nichts für Leute, die viel handschriftlich erledigen oder dicke Notizbücher in kurzer Zeit füllen. Ich würde hier eher erste Projektskizzen erfassen. Oder größere Vorhaben in kleinere Teile gliedern, so dass man eher den Überblick behält. Vielleicht sitzt man auch an drei entscheidenden Kapitel seiner Abschlussarbeit, die einem gleichzeitig durch den Kopf gehen, Ergebnisse unterschiedlicher sportlicher Aktivitäten usw. usw.

Übersicht Moleskine-Seite.

[1] Natürlich gibt es umfangreiche Ordnungssysteme wie X47 oder Roterfaden, die eine ähnliche Unterteilung zulassen. Solche Systeme sehen zwar optisch toll aus – ich würde sie aber nie ausnutzen, da ich 98 % meiner Informationsorganisation digital erledige und keinerlei Verlangen habe, in größerem Ausmaß Papier zu nutzen.

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