MultCloud – Transfer zwischen den Wolken

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alles auf einen Blick

Vor einiger Zeit hatte ich mit Cloudo eine Suchmaschine vorgestellt, die verschiedene Online-Dienste „gebündelt“ durchsucht. Ähnlich agiert MultCloud, hat sich aber auf den Transfer zwischen den Diensten spezialisiert. Erfreulich ist auch das Preismodell: die meisten Funktionen gibt es kostenlos, das Transfervolumen beginnt bei 2 Terabyte (!) und kann durch Empfehlungen auf 10 TB gesteigert werden. Auch die Liste der unterstützten Dienste ist beeindruckend: Evernote, Dropbox, Google Drive, One Drive, WebDAV, WEB.DE, OwnCloud, FTP usw. usw. Wenn also der Speicherplatz auf dem einen Cloud-Dienst knapp wird, so schaufelt man seine Daten z. B. in den Archivsektor eines anderen Dienstes. Vor allem hat man aber mit MultCloud alle seine Dateien per einfachem Filemanager im Blick. Viewer für Grafiken, PDF- und Office-Dokumente sind ebenfalls eingebaut.

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Vorschau im Dateimanager

Die übergreifende Suche nach Dateinamen klappt bei einigen Diensten. So erhält man beispielsweise durch die Eingabe des Wortes „Lehrer“ alle PDF-Dateien angezeigt, die in Dropbox und auf Google Drive liegen. Evernote wird in diese übergreifende Suche leider nicht einbezogen. Ansonsten funktioniert aber die Verknüpfung mit Evernote sehr gut, alle Notizbücher werden sofort aufgeführt und der Aufruf einzelner Notizen ist wirklich flott.

Auswahl von Ursprungsverzeichnis in Wolke-1 und Zielverzeichnis in Wolke-2 ist sehr einfach geregelt: Man klickt auf die entsprechenden Pfade und überlässt den Rest MultCloud. [1] Wenn man den Task gestartet hat, kann man seinen Computer ausschalten – man erhält eine Mail nachdem alle Dateien übertragen wurden.

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Übertragung starten

Besonderer Pluspunkt: Man kann mehrere solcher Tasks anlegen und unterschiedlich terminieren. So lässt sich etwa täglich um 18:00 Uhr eine Datensicherung auf den eigenen Heimserver konfigurieren von allen Dateien, die das Team über Dropbox eingestellt hat, ohne dass man MultCloud aufrufen müsste. Oder man lässt jeden Freitag ein Backup anlegen usw.

Weiterhin kann man Dateien von der Festplatte via MultCloud direkt in die gewünschten Dienste laden – auch direkt in eine bestimmte bestehende Evernote-Notiz, wenn man das möchte. MultCloud behauptet, dass durch die spezielle Technologie, die der Dienst einsetzen würde, solche Transfers bis zu 200 % beschleunigt würden.

Neben einer verschlüsselten Verbindung verspricht MultCloud, dass Dateien weder gespeichert noch zwischengespeichert werden. Die Passwörter der Accounts erhält der Dienst ebenfalls nicht. Auch sympathisch: Gleich in den Profileinstellungen kann man seinen MultCloud-Account jederzeit löschen.

[1] Das gilt für ganze Verzeichnisinhalte. Möchte man innerhalb eines Verzeichnisses Filter setzen, so muss man zum Upgrade greifen.

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25 Antworten

  1. paro sagt:

    Was haben die denn für ein Geschäftsmodell?

  2. Horst sagt:

    Dein Bericht liest sich schon mal spannend.
    Leider ist mein englisch …

    Theoretisch wäre also eine zeitgesteuerte Datensicherung von einem FTP-Server zu Dropbox möglich.
    Durch die Dropbox-Ablage müsste es ja eigentlch so sein, das bereits vorhandene Dateien nicht noch einmal angelegt werden!? Dies wäre dann wie eine Synchronisierung.

  3. Birgit sagt:

    Wow, das klingt super, probiere ich mal aus.

    @Horst:
    zeitgesteuerte Datensicherung vom FTP zu Dropbox geht, wenn du eine WP-Seite hast (meinst du das?) via WP-Plugins problemlos möglich, so mache ich es zumindest. Da brauchst du keine weiteren Dienste dazu.

  4. Horst sagt:

    Schade, leider hat sich MultiCloud mit einem Timeout verabschiedet 🙁
    Geplant war ja das sichern vom FTP-Server auf einen Dropbox-Ordner.

    • Herbert sagt:

      Vom wem wurde das Timeout gemeldet? Vom FTP-Server? Dateigröße/Verzeichnisgröße? Vielleicht melde ich es dem Support dort, wenn ich dazu komme.

      • Horst sagt:

        Die Meldung kam innerhalb des MultiCloud-Fensters (Hardcopy liegt vor).
        Kann ja auch eine Meldung vom FTP-Server sein, die an MultiCloud weiter gereicht wurde?

        Ich habe die gleichen FTP-Daten wie jetzt bei SyncBackFree genommen, wo der Zugriff gelingt.

  5. Ingolf sagt:

    Nehmt besser otixo und alles ist gut.

  6. Horst sagt:

    „Ingolf
    6. Februar 2016 um 13:23

    Nehmt besser otixo und alles ist gut.“

    Schade 🙁
    Entweder ist „… alles ist gut“ nicht wahr, oder Ingolf liest hier nicht mehr mit.

  7. Horst sagt:

    Hat sich jemand mit „Otixo“ beschäftigt und kann meine Frage vom 6. Februar 2016 um 17:35 beantworten?

  8. Ingolf sagt:

    @ Horst Ich lese wieder mit (nachdem ich per Mail informiert wurde). Bisher hatte Otixo für mich keine Probleme bereitet, jedoch nutze ich „nur“ den kostenlosen Service, sprich kann über die anderen Varianten keine vernünftige Auskunft geben. Mit diesem klappte aber alles bisher reibungslos.

    • Horst sagt:

      Schön, Dich wieder zu lesen.
      Dann kannst Du vielleicht die Schritte beschreiben, die erforderlich sind um die Frage „… wie bringe ich denn Otixo dazu, von FTP zu Dropbox zu synchronisieren?“ zu beantworten.

  9. Ingolf sagt:

    hier ist ein ganz guter Vergleich, vielleicht hilft es ja.
    http://ergonotes.com/is-otixo-better-than-multcloud/

    Wäre denn das eine Lösung? https://mover.io/

    • Horst sagt:

      „hier ist ein ganz guter Vergleich, “
      Hier steht aber auch nichts von FTP.

      Ich gehe weiter davon aus sich das „alles ist gut“ nicht auf das ursprüngliche Problem (Datenbackup von FTP zu Dropbox) bezieht. Es sieht so aus als wenn Otixo ein Dienst ist, der Clouds bündelt und im Browser anzeigt.

  10. Ingolf sagt:

    Nein, du kannst Daten von einer Cloud zu anderen verschieben. Ob damit das von Dir angesprochene „Problem“ gelöst ist, weiß ich nicht.

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