NoteShelf mit dynamischem Evernote-Sync (iPad)

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viele Möglichkeiten

Die Veröffentlichung der neuen iPad-Pro-Modelle bringt vielleicht manchen dazu, doch noch einmal zu überlegen, ob er seine Notizen nicht via digitaler Stifteingabe vornehmen sollte. Der „Platzhirsch“ in diesem Bereich ist GoodNotes, diese App kennt aber nur den üblichen „statischen“ Sync: Notizblätter oder Notizbücher werden als Bild oder im PDF-Format in Evernote gespeichert. Daher lohnt ein Blick auf den Konkurrenten NoteShelf, der sich deutlich „smarter“ um Evernote kümmert. Auch hier kann man zwar den Weg über das Teilen-Menü gehen, aber noch besser ist es, wenn man ein ganzes Notizbuch in den Evernote-Sync-Modus versetzt, was man am kleinen Icon im Notizbuch-Regal erkennt:

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Kennzeichnung im Regal

Wie von anderen Programmen gewohnt, können auch bei NoteShelf zahlreiche Cover und Papiervorlagen – auch eigene Vorlagen – ausgewählt werden. Die Vorlagen können innerhalb eines Notizbuchs gewechselt bzw. kombiniert werden. Bei der Übergabe an Evernote kann man sich aussuchen, ob die Papier-Hintergründe ebenfalls übermittelt werden sollen.
Neben der Option, Evernote auszuwählen, kann auch ein Backup auf Dropbox erfolgen oder ein Notizbuch zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.

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Umschlag und Papier auswählen

Notizbuchseiten können mit einer Reihe von Tools gestaltet werden: Vom einfachen Stift über die Feder bis hin zum Marker, Farben lassen sich neu definieren, eine automatische Formenerkennung kann eingeschaltet werden, Fotos können eingefügt und beschriftet werden, ein Lasso-Tool verschiebt beliebige Teile einer Seite, digitale Stifte unterschiedlicher Hersteller werden erkannt, PDF-Dokumente lassen sich direkt bearbeiten usw. usw. Meist benötigt man diese Vielfalt im Alltag gar nicht, eher schon eine möglichst einfache Navigation: Auch bei „dicken“ Notizbüchern behält man den Überblick durch Thumbnail-Kacheln oder die Einblendung einer Thumbnail-Seitenleiste.

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rasche Navigation

Zusätzlich kann jede Einzelseite mit Schlüsselwörtern versehen werden, die später als Filter genutzt werden können. Wenn man z. B. seine besten Skizzen innerhalb des Notizbuchs mit „bestof“ kennzeichnet, bündelt dieses Schlagwort später S. 12, S. 34, S. 57 und S. 64 – und mit einem einzigen Klick kann man diese ausgewählten Seiten z. B. als PDF an Evernote übergeben.

Soweit mal die grundsätzliche Struktur. Aber wie sieht die Synchronisation mit Evernote nun konkret aus? Alle Seiten eines NoteShelf-Notizbuchs werden in eine einzige Evernote-Notiz gepackt. Wenn man ein zweites NoteShelf-Notizbuch synchronisiert, so landen dessen Seiten in einer zweiten Notiz. Beide „Einzelnotizen“ finden sich im Evernote-Notizbuch „NoteShelf“. Der Clou bei der Sache: Alle Änderungen und Ergänzungen, die in NoteShelf vorgenommen werden, werden auch „rückwirkend“ in der Evernote-Notiz synchronisiert!

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immer aktuell

In der Abbildung sieht man zunächst die beiden Notizen „Journal“ (= alle Seiten aus dem NoteShelf-Notizbuch „Journal“) und „Skizzenbuch“. Innerhalb jeder Notiz werden die Blätter des NoteShelf-Notizbuchs als Grafiken untereinander angezeigt (die Größe der Grafik entspricht dem iPad-Bildschirm). Wird nun auf einem Blatt in NoteShelf eine Änderung vorgenommen – etwas gelöscht, etwas ergänzt, etwas eingefügt usw. – so ändert sich fast augenblicklich auch die Grafik in Evernote. Sie wird also nicht „gedoppelt“ oder findet sich plötzlich an einem anderen Ort in Evernote – alles bleibt 1:1 erhalten. Diese Anpassung betrifft aber nicht nur die Bestandteile eines Blatts – auch alle Manipulationen, die an ganzen Seiten vorgenommen werden, werden synchronisiert. Ändert man also die Reihenfolge in NoteShelf oder verschiebt ein Blatt in ein anderes Notizbuch, so findet sich unmittelbar danach der aktualisierte Stand auch in Evernote.

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alle Änderungen werden synchronisiert

Die NoteShelf-Notizen in Evernote sind schreibgeschützt – Änderungen können also nur in der NoteShelf-App vorgenommen werden. Das sieht zunächst wie eine Einschränkung aus, erweist sich im Alltag aber eher als hilfreich, da eine 2-Wege-Synchronisation oftmals eher verwirrend ist. Wer aber lieber die Inhalte als bearbeitbare Grafik oder PDF an Evernote übergeben möchte, der hat auch hierzu die Möglichkeit.

Mir persönlich gefällt besonders die Möglichkeit, nur ausgewählte Notizbücher mit Evernote zu synchronisieren. Wenn ich also ein „nicht-gekoppeltes“ Kritzel-Notizbuch in NoteShelf anlege, so kann ich mit ein paar Fingertipps besonders gelungene Zeichnungen in eine „Evernote-gesynctes“ Notizbuch verschieben – und habe dadurch nur ein BestOf in einem Evernote-Archiv. In einem – allerdings englischsprachigen – 8-Minuten-Video wird NoteShelf ausführlich besprochen:

 

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2 Antworten

  1. Super App. Aber leider mal wiedernur für Apple

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