Vergleich: Evernote versus OneNote

Pocket

onenote

Schauen wir mal …

Ich freue mich immer, wenn Leser bereit sind, über Ihre Erfahrungen in Form eines Artikels zu berichten. Heutiger Gastautor: Michael Lanzinger.

Evernote versus OneNote

Bekannt ist mir OneNote schon länger als Evernote. Ich hab es eher durch Zufall auf meinem ersten (und letzten) PC-Laptop entdeckt und es dort intensiv zu nutzen begonnen. Es war die Zeit vor einem iPhone und vor Diensten wie Dropbox, eine Synchronisation-Funktion also für mich damals noch nicht notwendig. Mir ging es einzig darum ein besseres Werkzeug zu haben als zahllose Word-Dokumente, um meine Ideen festzuhalten. Dass man die Texte und auch Bilder wie auf einem Whiteboard anordnen konnte und dann auch noch verlinken, war für mich umso praktischer.

Dann habe ich mich für Apple entschieden. Zuerst kam das iPad, dann das iPhone und schließlich ein MacBook Air ins Haus. Nicht dass mir mein PC-Laptop nicht mehr gefällt, ganz im Gegenteil, ich nutze ihn auch jetzt noch, aber mit einem MacBook kann er einfach nicht mithalten.

Und da es OneNote erst seit jüngster Zeit auch für den Mac gibt, fand ich zwar die entsprechenden mobilen Apps für die PC-Version, doch diese lies sich (noch) nicht synchronisieren. Eine Alternative musste her und ich kam zu Evernote. Vielleicht nicht die erste Wahl, aber dennoch Liebe auf den ersten Blick und mit Funktionen, die das damalige OneNote bei Weitem überstiegen, schon alleine wegen der Sync-Funktion.

Der „grüne Elefant“ wurde als auf meinen Geräten heimisch und je mehr korrespondierende Apps bzw. Programme sowie Funktionen zu Evernote erschienen, desto intensiver wurde die Nutzung. Nun ist Evernote das Tool, welches ich beruflich und privat primär verwende, wenn es darum geht Notizen zu machen. Meine Notizen aus OneNote wurden nach dem Umstieg gewissermaßen digital eingelagert und – mehr schlecht als recht – in Evernote übertragen.

Doch nun hat sich alles geändert, meine „Ex“ OneNote ist zurück, gratis und für alle Plattformen. Überdies wird derzeit offenbar von Microsoft (primär) daran gearbeitet, alle Funktionen nachzubilden, die uns Evernote so unverzichtbar gemacht haben. Schon liest man von einer Anbindung an Lifescribe und Doxie sowie von einer Mail-to-OneNote-Funktion.

Ist also Evernote in Gefahr? Hier ein kleiner Überblick was OneNote auch/mehr/weniger kann als Evernote, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit (und dem Hinweis, dass dieser Artikel in Evernote verfasst wurde):

OneNote Reboot

OneNote kam 2003 auf den Markt als Teil von Microsoft Office. Ich selbst nenne noch die Version aus 2007 mein Eigen, die sich als mitgelieferte Software auf meinem Windows-Vista-Laptop befand. Wie erwähnt, damals noch nicht zur Synchronisation geeignet, weswegen ich mich schnell damit begnügt habe, die Dateien zumindest als Backup in Dropbox zu sichern.

Mit der Version aus 2010 kam dann erstmals die Möglichkeit der Synchronisierung, allerdings vorerst nur für Windows und dann zumindest auch mittels Apps für iOS-Geräte.

Doch die Version 2013 macht einen Reboot und (fast) alles neu. Nun steht OneNote nicht mehr als kostenpflichtiger Teil der Office Suite zur Verfügung, sondern als kostenlose PC- und Mobile App für Mac OS, iOS, Android und Windows, natürlich mit Sync-Funktion über alle Plattformen hinweg.

Und überdies arbeitet man bei Microsoft offenbar derzeit eben schwer daran, ja auch alle Funktionen, die wir bei Evernote kennen und lieben auch in OneNote zugänglich zu machen. Derzeit sind so bereits folgende Funktionen vorhanden:

  • Mail to OneNote: Kennt man nicht nur von Evernote schon längere Zeit, sondern auch von Services wie Pocket oder Dropbox.
  • Lifescribe: Ebenfalls seit dem Lifescribe WiFi-Stift hinlänglich bekannt
  • IFTTT: Zugegeben, IFTTT wartet mit allen möglichen Recipies auf, sodass auch Evernote nur einen Teilaspekt bildet, aber dennoch darf OneNote nicht fehlen
  • Doxie-Scanner: Wie auch bei Evernote bietet Doxie die Möglichkeit die gescannten Dokumente als Notizen in OneNote zu erfassen
  • Feedly: Nach dem ‚Tod‘ des Google Readers ist Feedly der neue strahlende Stern am RSS-Himmel, wodurch eine Integration von OneNote nur eine Frage der Zeit sein konnte. Wie auch bei Evernote benötigt man die Pro-Edition, um dieses Feature zu nutzen
  • Mod Notebooks: Nachdem dieser Service mit seinem (gecancelten) Kickstarter für einiges Aufsehen gesorgt hat, steht er nun im neuen Gewand für Evernote, Dropbox und OneNote zur Verfügung

Darüber hinaus bietet OneNote nach eigener Information noch folgende Features:

  • OneNote Clipper als Verwandter des Evernote Web Clippers
  • Office Lense, eine Capture-Funktion für Dokumente und Whiteboards, die an die Dokument-Kamera der Evernote-Apps bzw Whitelines Link erinnert. Funktioniert primär mit dem Windows Phone wurde aber offenbar in alle Updates der App eingefügt

Darüber hinaus noch das Versprechen von Microsoft weitere Features zugänglich zu machen. Kurzum, OneNote versucht aufzuholen.

Was Evernote besser macht als OneNote

Ungeachtet der Ankündigungen und bereits vorhandenen Funktionen hat Evernote zweifelsohne den Rüssel noch vorne. Dies liegt jedoch primär daran, dass das Reboot noch jungen Datums ist.

Der klare Vorteil von Evernote liegt einerseits darin, dass es (derzeit) noch mehr Features bildet, wie etwa die Möglichkeit von Remindern und andererseits, dass es breiter aufgestellt ist. Während nämlich OneNote bisher von Microsoft quasi ins eigene Software-Gefängnis gesperrt wurde, setzte Evernote als unabhängiges Start-up von Beginn an auf Zusammenarbeit mit Dritten. So finden sich in den App-Stores nicht nur viele parallel verwendbare Apps sondern darüber hinaus wird auch mehr und mehr die Brücke zu analogen Werkzeugen geschlagen. Whitelines Link und die Evernote Smartbooks von Moleskine sind nur einige Beispiele dafür.

Und Evernote versucht auch auf anderen Geräten als Computer, Tablets und Smartphones verfügbar zu sein. Etwa auf dem Boogie Board, dem angekündigten Google Glass oder der Pebble Smartwatch.

Und selbst von der Usability macht Evernote derzeit mehr richtig als OneNote. Denn was wirklich stört bei OneNote lässt sich gut unter den Begriff ‚Edition Wars‘ zusammenfassen. Wer erst mit der 2013er-Version einsteigt hat dieses Problem sicher nicht, aber ich habe versucht meine Notizen aus OneNote 2007 in die neue Version zu importieren. Bei Evernote hatte ich dieses primär von Microsoft bekannte Problem nicht. Und selbst im Web lässt sich darauf nur schwer eine Antwort finden, viel häufiger ist der Hinweise, welches Notiz-Dateiformat mit welcher Version nicht funktioniert. Bis jetzt hat es noch nicht geklappt, man fühlt sich hier deutlich an die Komplikationen von Windows erinnert, während mich Evernote in seiner Einfachheit an Apple denken lässt. Backward-Compatbility sieht anders aus!

Überdies wird für OneNote ein Microsoft-Account benötigt. Zwar stört dies zumindest mich, als Eigentümer eines (kompatiblen) Hotmail-Accounts nicht weiter, aber dennoch, wer seine Account-Daten eher getrennt halten möchte, der könnte sich hieran stören. Andererseits ist man dadurch bei OneNote breiter aufgestellt als bei Evernote.

Eine Online-Nutzung von OneNote ist natürlich möglich, wenngleich diese weniger ausgefeilt erscheint als bei Evernote. Offenbar setzt man hier eher auf das Erfassen kurzer Notizen bzw das bloße Lesen selbiger direkt im Web.

Was OneNote besser macht als Evernote

Die Bearbeitung und das Anlegen von Inhalten in OneNote gleicht weitgehend dem von Evernote, die Unterschiede erscheinen allenfalls kosmetisch, bedingt durch die andere Benutzer-Oberfläche.

Und genau bei der Benutzer-Oberfläche weist OneNote für mich einen Vorteil auf, den ich bei Evernote so bisher vergeblich gesucht habe, die Ausgestaltung als Whiteboard. In Word gibt es Seiten, in Excel Tabellen. OneNote will keines von beiden sein oder nachbilden.

Man kann alle Inhalte, also ganze Dokumente, Text, Bilder, Grafiken etc. in OneNote einfügen, aber eben nicht strikt untereinander sondern nach der Art eines Whiteboards wie man dies gerne möchte. Gerade Text lassen sich schön in Textfelder schreiben, die dann beliebig verschoben werden können und auch mit Pfeilen verbunden werden können. Aus dem Brainstorming wird in OneNote also kein traditionelles Protokoll, sondern vielmehr eine Art von Mindmap.

Eine Vernetzung zwischen den Notizbüchern, Abschnitten und Seiten lässt sich problemlos mit internen Links erzielen. Und auch hier eine Funktion, die ich bei Evernote nicht kenne, die Verlinkung von Abschnitten. Hier kann man innerhalb einer Notizseite eine Art Inhaltsverzeichnis erstellen, die an den Aufbau von Wikipedia-Pages erinnert. Das ist vor allem dann praktisch, wenn die Notiz selbst über eine gewisse Länge verfügt, etwa bei Seminar-Mitschriften.

Evernote hingegen bleibt hier deutlich traditioneller, was allerdings kein Nachteil sein muss. Aber trotzdem vermisse ich die Möglichkeit solche ‚Ideen-Whiteboards‘ in Evernote zu erstellen. Natürlich, es gibt noch immer die Möglichkeit überhaupt ein Mindmapping-Programm für ein solches Unterfangen zu nutzen und dann als Bild, PDF oder Datei zu importieren, aber dasselbe ist es eben nicht. An dieser Stelle also auch gleich mein Wunsch an die Evernote-Devs nach mehr ‚Whiteboarding‘ und ‚Mindmapping‘ in der Software.

Neben dem ‚Whiteboard-Vorteil‘ ist OneNote etwas anders strukturiert als Evernote. Zwar gibt es auch Notizbücher und einzelne Notizseiten, aber zusätzlich dazu existieren noch Abschnitte, den Kartonteilern in Ordnern nachempfunden. Dies ist ganz praktisch, geht mir jedoch bei Evernote nicht unbedingt ab.

Ein weiterer Vorteil oder zumindest eine höchst konkurrenzfähige Entwicklung kündigt sich aber derzeit bereits an. Denn auch wenn Evernote eine gute Kompatibilität aufweist, so hat doch OneNote klar den Vorteil der ‚Familienzugehörigkeit‘ bei den Microsoft-Office-Produkten. Von daher steht es zu erwarten, dass OneNote nun im Tablet-Bereich mit Word & Co interagieren kann. Apple steht ja der Herausforderung, seine iWork-Suite gegenüber dem kommenden Office für iPhone & iPad gleichauf zu halten und Evernote wird es hier deutlich schwerer haben.

Fazit

Evernote ist aus jetziger Sicht deutlich breiter aufgestellt als der aufsteigende Stern OneNote. Aber die Schritte die Microsoft in Zusammenhang mit ihrem Notizprogramm gesetzt haben kann man schon fast als eine Kampfansage verstehen. Zwar hat OneNote natürlich noch einigen Aufholbedarf, der aber sicherlich zu meistern ist.

Insgesamt sehe ich diese Entwicklung aber durchaus positiv und betrachte den potentiellen Konkurrenzkampf als Ansporn für beide Parteien mit ihren Produkten in neuen Bahnen zu denken. Wer weiß, was uns als User das in Zukunft noch bringen wird.

Ein großer Vorteil für beide Programme wäre sicherlich noch die Möglichkeit, handschriftliche Notizen in Maschinenschrift umzuwandeln und dadurch dem Paperless Office einen großen Schritt näher zu kommen. Fraglich, wer diese Hürde als erster nimmt.

Interessant wird jedenfalls auch die Frage der übergreifenden Synchronisation. Oder anders gesagt, wird es in Zukunft vielleicht sogar eine Möglichkeit geben – eventuell über Software bzw Apps von Drittanbietern – überhaupt Notizen über beide Programme zu teilen und zu bearbeiten?

Bis dahin und darüber hinaus bleiben die Geschmäcker natürlich verschieden und ich persönlich gedenke, den Versuch einer Menage á trois zu wagen und zu versuchen, sowohl Evernote weiter als auch OneNote wieder zu nutzen … sobald ich den Notizimport geschafft habe.

 Michael Lanzinger [E-Mail]

 

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15 Antworten

  1. Werner sagt:

    Wie Michael Lanzinger benutze ich auch beide.
    Ich möchte seine Ausführungen ergänzen, weil ich die Unterschiede etwas anders sehe.

    Generell ist Evernote sehr viel einfacher in der Verwendung. Ich habe meiner (im Kern computeradversen) Frau Evernote eingerichtet und sie ist schlicht begeistert von dem Programm. Mit Onennote wäre das nicht möglich.
    Zu der E-Mail Frage

    Dies finde ich bei Evernote besonders gut (und bei Onenote eher schlecht) gelöst als jeder der die Mailadresse kennt eine Mail schicken kann. Bei Onenote dagegen gibt es nur die me@onenote Adresse, so daß man nur sich selber Mails schicken kann. Die meisten MS-Office Anwender werden auch Outlook verwenden – ich nicht und so kann ich aus Onenote keine Mails schicken.
    Aus Evernote heraus kann man leicht und ohne Zusatzprogramm Mails verschicken und irgendwann werden die wohl auch die Google Kontaktliste integrieren.

    Die Synchronisation über mehrere Rechner funktioniert bei beiden gleich gut. Allerdings gibt es bei den kostenfreien Versionen eine zumindest langfristige Grenze. Die liegt bei Onedrive bei den 7 GB während es bei Evernote so eine Grenze nicht gibt.

    Die Zeichenfunktionen sind bei Onenote wesentlich besser und dies vor allem weil man sie mitten im Text verwenden kann. Bei Evernote kann man im Grunde nur Grafiken mit Pfeilen versehen. Für eine Ideenverwaltung bietet da Onenote die besseren Möglichkeiten.

    Die Tagging-Funktion bei Evernote ist sehr schlagkräftig und einfach zu verwenden während ich bei Onenote überhaupt noch nicht drauf gekommen bin wie sie überhaupt funktionieren soll. Jedenfalls ist sie mit schönen Icons versehen.

    Die Gliederungs- und Aufzählungsfunktionen sind bei Onenote wesentlich weiter entwickelt.

    So weit zu den grundsätzlichen Unterschieden. Dann gibt es noch ein paar Details, die unterschiedlich sind:
    Webcam: Evernote nimmt von der Webcam Fotos während Onenote Filme übernimmt.
    Das Einfügen von Scans ist in Onenote enthalten und geht insofern einfacher.

    Onenote sieht insgesamt natürlich cooler aus als Evernote, daß in der aktuellen Version nach meinem Geschmack sogar unübersichtlich und häßlich ist (ich arbeite auf meinem Laptop noch mit der Version 4.6).

    Bei der Entscheidung zwischen beiden muß aber nicht der Geschmack entscheiden. Wer Wert auf jedem Menge Features legt sollte Onenote nehmen.
    Wer ein übersichtliches und leicht zu bedienendes Programm sucht nehme Evernote.

  2. Michael sagt:

    Hallo Werner,

    danke für deinen Kommentar, der vervollständigt das Ganze echt. Ich nutze derzeit OneNote (im Gegensatz zu Evernote) einfach noch nicht so, dass ich die von dir genannten Sachen festgestellt hätte.

  3. Hallo Michael,

    auch ich bin Ex-PC- und Ex-OneNote-Nutzer. Deine Erfahrungen kann ich sehr gut nachempfinden, mir ging es sehr ähnlich. Mittlerweile bin ich begeisterter Evernote-Nutzer, trotzdem habe ich die neue Mac-Version von OneNote getestet, ich möchte aber nicht mehr auf Evernote verzichen.

    Was mir in Evernote brutal fehlt sind die Rechenfunktionen. In OneNote war es sehr einfach eine kleine Formel einzugeben und sofort wurde ein Ergebnis angezeigt. Auch Tabellen konnte man sehr einfach summieren. Für mich ist das einer der gravierendsten Nachteile von Evernote, dass eben diese simplen Rechenfunktionen fehlen.

    Viele Grüße,
    Jürgen

  4. WernerL sagt:

    Noch etwas zur heutzutage wichtigen Kollaboration (Zusammenarbeit über mehrere Nutzer). Diese spielt bei mir keine Rolle aber gelesen habe ich, daß bei Onenote Änderungen unmittelbar auf den anderen Rechnern aktualisiert werden.
    Bei Evernote ist die minimale Synchronisationszeit 15 Minuten. Bei erreichen dieser Zeit werden Änderungen auf den Evernote Server hochgeladen und ERST DANN zu den anderen Rechnern runtergeladen wenn deren Synchronisationszeitpunkt erreicht wird.
    Die gemeinsame und gleichzeitige Arbeit an Projekten ist so also nur mit Onenote sinnvoll möglich.

    Dazu ein Tip für Evernote: Als es mal nötig war in Evernote zusammen mit meiner Frau einen Text zu erstellen ließ sich das über den Teamviewer machen. So war es dann auch möglich in Echtzeit an einem gemeinsamen Text zu arbeiten und die Änderungen unmittelbar zu sehen.Nun ist der Teamviewer für den Zweck zwar geeignet aber es ist natürlich keine allgemeingültige Lösung.

    Verbleibt noch zu sagen, daß Onenote und Evernote ihre Daten in der Cloud halten aber man mit ihnen auch offline sehr gut arbeiten kann.

    • Hallo WernerL,

      in der Mac-Version von Evernote kann man den Synchronisations-Intervall auf 5 Minuten stellen, in der Windows-Version in der Tat minimal auf 15 Minuten.

      Wir nutzen die Business-Version von Evernote und arbeiten mit einem Team von 20 Leuten an den Notizbüchern und Notizen. Es kommt hier desöfteren zu Konflikten bei der Synchronisation, weil zwei Mitarbeiter die selbe Notiz geändert haben.

      Alles in allem nicht wirklich schick gelöst, hier wäre eine laufende oder sofort bei Änderung angestoßene Synchronisation sicherlich besser.

      Viele Grüße,
      Jürgen

  5. Michael sagt:

    Also das mit dem Sync hat mich jetzt noch nie gestört, aber gut, ich nutze Evernote auch nur alleine und immer auf verschiedenen Geräten zu verschiedenen Zeiten, da geht (fast) nie was schief mit der Sync.

  6. Winnie sagt:

    Nach der Installation von OneNote 2013 wurden bei mir die vorhandenen 2007er Notizbücher automatisch gefunden.
    Das Update der Dateien von OneNote 2007 auf 2010/13 funktioniert, wenn man in OneNote2013 mit der rechten Maus auf den Notizbuchtitel klickt und dann unter „Eigenschaften“ auf „in 2010-2013″ konvertieren“ klickt. Man kann auch zurück „in 2007 konvertieren“.
    Im gleichen Reiter lassen sich auch der Titel des Notizbuches, die Farbe sowie der Speicherort ändern.

  7. Karl H. Schneider sagt:

    Ein kleiner historischer Hinweis: Evernote gab es ursrpünglich als reine Windows-Anwendung ohne Cloud-Unterstützung. Ich habe damit um 2005/6 gearbeitet, um zu Sitzungen nicht Unmengen an Papier mitnehmen zu können (meine Notebook war übrigens ein Samsung X 20, ein Vorläufer der Ultrabooks). Als ich 2007 auf den Mac gewechselt bin, fehlte mir EN zunächst, eine gute Alternative war Journler (dessen Entwicklung schon lange eingestellt ist). Das erste EN für den Mac habe ich sofort getestet, es war aber gerade am Anfang ein sehr schlichtes Notizprogramm. Ansonsten kann ich dem Artikel nur zustimmen.

  8. Pius3 sagt:

    Jetzt, da endlich MS-OneNote auch unter Android (und apple IOS) akzeptable Benutzeroberflächen vorweist, möchte ich gerne zukünftig nur noch mit OneNote arbeiten und den ganzen Datenbestand meiner evernote-Welt mitnehmen. – Dafür gibt es (wohl nur als einziges Programm) „ever2One converter“, das allerdings entweder nicht läuft [Script fehler] oder einen hartnäckigen „google -advert“ Trojaner installieren will.- Geht es auch ohne? Wer hat entsprechende, zielführende Erfahrung?
    Vielen Dank!
    Pius

    • WernerL sagt:

      „Jetzt, da endlich MS-OneNote auch unter Android (und apple IOS) akzeptable Benutzeroberflächen vorweist,“
      Haben Sie denn das mal ausprobiert wie und ob das alles so toll funktioniert wie MS das anpreist?

      Vor 6 Wochen habe das Onenote und Evernote auf einem Asus-Memopad ausprobieren können. Während Evernote da flüssig lief und alles tat was man wollte war Onenote enttäuschend zäh und somit unbrauchbar.
      Wenn sie größere Datenmengen haben aber keinen Weg finden diese Daten vernünftig rüberzuschaufeln verbietet sich dieses Vorhaben eigentlich.
      Während Onenote unter Windows tatsächlich viele Vorteile gegenüber Evernote hat, sehe ich diese unter Android gar nicht.
      Ansonsten:
      M.E. lassen sich große Datenmengen sowieso nur auf einem Desktop oder zumindest Laptop vernünftig gebrauchen. Ein Android-Rechner ist am Ende des Tages selbst als Tablett nur ein aufgebohrtes Telefon.

  9. FlorianP sagt:

    Ich habe überlegt von OneNote zu Evernote zu wechseln. Das wichtigste Feature ist für mich jedoch die Handschrifterkennung. Ich arbeite mit einem Surface Pro und schreibe viel mit dem Stift direkt in OneNote. Das tolle daran ist die automatische Texterkennung innerhalb weniger Sekunden. D.h. es ist nicht notwendig Schreibschrift in Maschinenschrift umzuwandeln. Das von mir „in Krakelschrift“ geschriebene Wort ist binnen Sekunden voll-indiziert.

    Meines Erachtens nach das K.O. Kriterium für Evernote.

    Zitat: „Ein großer Vorteil für beide Programme wäre sicherlich noch die Möglichkeit, handschriftliche Notizen in Maschinenschrift umzuwandeln und dadurch dem Paperless Office einen großen Schritt näher zu kommen. Fraglich, wer diese Hürde als erster nimmt.“

  10. Herbert sagt:

    Doch, das kann Evernote auch, zumindest unter iOS und Android. Allerdings, um fair zu sein, ist die eingebaute Evernote-Zeichenfunktion eher für Skizzen geeignet – für lange handschriftliche Texte würde man z. B. unter iOS Noteshelf verwenden – die Texte landen damit auch automatisch in Evernote. So oder so – die Handschrift wird in der Suche erkannt, auch Krakelschrift macht keine Probleme. Wenn man allerdings ein Surface Pro hat, so ist auf dieser Hardware die Kombi Stift plus OneNote sicher eine sehr gute Wahl.
    Was mir persönlich im Alltag deutlich wichtiger ist: Beliebiges Papier nehmen, notieren wie gewohnt, kurz via Evernote einen Scan aufnehmen – und schwupp: alle Wörter landen im Suchindex. Das klappt immer, auch wenn ich das Tablet nicht zur Hand habe. Die Erkennung von Handschrift auf Papier beherrscht nur Evernote, nicht OneNote.

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