Wie teuer ist „kostenlos“?

Pocket
[`evernote` not found]

evernote-kostenlos1

Gedanken zur Preispolitik von Evernote

Was ist geschehen?
Seit einigen Tagen erhalten eine Reihe von Nutzern die Meldung in ihren Evernote-Apps angezeigt, dass es beim kostenlosen Account eine Einschränkung geben wird: Nach wie vor kann man zwar auf allen Geräten via Web-Frontend Evernote in der gewohnten Weise verwenden, die Apps kann man hingegen gleichzeitig nur noch auf zwei Geräten nutzen (man kann allerdings zwischen aktiven Geräten umschalten und die Apps so weiterhin überall einsetzen).
Die beschriebene Änderung gilt nur für kostenlose Konten. Allerdings wurden die Preise für Plus- und Premium-Accounts angehoben: der Jahresbeitrag für neue Accounts wird von 20 auf 30 Euro erhöht, der von Premium von 40 auf 60 Euro.

Die Reaktionen
Zur Firmenpolitik von Evernote gehört es seit Jahren, Änderungen, neue Funktionen und eben auch Preismodelle “aus dem Nichts” heraus anzukündigen. Bei Programm-Updates hat das den Vorteil, dass Anwender nicht monatelang quengeln “Ihr wolltet doch im März die Funktion XY eingebaut haben – wo bleibt die denn, ich warte und warte …!”. Bei Einschränkungen und Preiserhöhungen zeigt sich aber ein klarer Nachteil: Anwender fühlen sich “überrumpelt” und äußern sich entsprechend in den sozialen Medien:

“Seit Jahren nutze ich Evernote und nun plötzlich eine solche Einschränkung? #Abzocke!”
“Ich hätte mir ja einen Premium-Account zugelegt – jetzt aber nicht. #Erpressung!”
“Tschüss Evernote! Ich gehe zu [#OneNote] [#GoogleKeep][#AppleNotes] usw. usw.”

Besitzer von Plus- und Premium-Accounts nahmen die künftige [1] Erhöhung etwas gelassener auf, eher nach dem Motto: “Schon eine deutliche Erhöhung, aber okay, das Programm ist sein Geld wert.” Und natürlich auch: “Die bisherigen Kosten von 20 bzw. 40 Euro waren in Ordnung, 30 bzw. 60 Euro – so viel nutze ich Evernote nun auch wieder nicht.”

Gespielte Entrüstung?
Da Evernote die “In-30-Tagen-nur-2-Geräte”-Meldung direkt in den Apps aufblinken ließ, kam die (Twitter-)Empörung auch punktgenau zum Veröffentlichungszeitraum. Einem Teil der Leute nehme ich auch durchaus ab, dass sie sich übergangen und enttäuscht gefühlt haben – die Marketing-Abteilung von Evernote hätte den Übergang auch dezenter und langfristiger gestalten können. Allerdings – in Wirklichkeit sind die meisten Nutzer gar nicht von den Änderungen betroffen. Brett Kelly, langjähriger Mitarbeiter von Evernote, sagt dazu:

While there are certainly Evernote Basic users with more than two devices—especially those sporting the “computer/tablet/phone” configuration—I’d be willing to bet a non-trivial amount of money that these users make up a shockingly small fraction of Evernote Basic users. In my opinion, the vast majority of Evernote Basic users only use Evernote on 1–2 devices.

Diese Einschätzung teile ich – denn ein Jahr zuvor hatten viele, die bisher Evernote gerne kostenlos nutzten, die Gelegenheit ergriffen, mit überschaubaren 20 Euro im Plus-Account deutlich mehr Funktionen zu erhalten (Evernote sprach damals von einer Umsatzsteigerung von 80 %). Während in den Anfangsjahren von Evernote der 60-MB-Upload in der kostenlosen Version vielen reichte, kamen seit Jahren Fotos, Videos, große Scan-Dokumente usw. dazu – wer Evernote intensiv sogar auf drei und mehr Geräten nutzt, der dürfte sich ohnehin bereits einen Plus- (1 GB/monatl.) oder Premium-Account (10 GB/monatl.) besorgt haben.

Insgesamt erinnert mich die (Twitter-)Aufregung eher an bekannte Muster: Wenn ein Entwickler es beispielweise wagt, für das Update seiner 99-Cent-App nach vier Jahren nochmals 99 Cent zu verlangen (die Macher der bekannten iOS-App “Day One” können ein Lied davon singen). Motto: “Man kann ja mal versuchen, ob das Unternehmen nicht doch einen Rückzieher macht.”

Preis zu hoch?
Was sind die Kosten eines Produkts? Lässt sich natürlich nicht auf eine einfache Formel bringen. Klar, Office-365 gibt es für 60, 70 Euro. Nur ist das bei Microsoft natürlich eine Misch-Kalkulation und Quer-Subventionierung – Kundenbindung, Marktbeherrschung usw. Bei Apple das kostenlose Mac-Betriebssystem? Hardware-Bindung. Googles “kostenlose” Apps? Daten für Werbekunden.
“Reale” Preise findet man dort, wo man nicht an anderer Stelle “zahlt”: Feedly Pro? 45 Euro. Pocket Premium? 40 Euro. IFTTT Premium? In der Vorbereitung.
Evernote hat keine Hardware. Evernote verkauft keine Daten – auch keine Metadaten. Im Gegenteil: Evernote legt als einziges Unternehmen dieser Größenordnung für jeden Account ein eigenständiges System an, quasi eine “Kapsel”, damit Daten nicht untereinander verbunden werden können. [2]
30 Euro für den Evernote-Plus-Account hören sich so gesehen ganz akzeptabel an. Aber auch bei den 60 Euro Premium kann man eine einfache Rechnung aufmachen: Wenn man mit Evernote im Vergleich zu alternativen Vorgehensweisen auch nur 1 Minute die Woche spart, so ist das eine knappe Stunde im Jahr. Welchen Wert hat eine Stunde? Ein Freiberufler kann das sofort sagen: mindestens die 60 Euro, die Evernote kostet, in der Regel liegen die Stundensätze ja noch deutlich höher.
Meine persönliche Rechnung: Wenn ich die gleiche Leistung im gleichen Umfang mit einer alternativen Software (oder einem idealen selbstgebastelten Workflow via Dateiablage, Tools, NAS usw.) erreichen wollte, so würde mich das locker 10 Minuten mehr Aufwand am Tag kosten. Macht 50 – 60 Stunden Ersparnis im Jahr. Da ich kein Freiberufler bin, wandle ich das in Freizeit um = 6 bis 8 zusätzliche Urlaubstage. Plus eine Menge Spaß plus sehr viele Möglichkeiten plus Stress-Ersparnis bei Suchvorgängen usw. usw. Für mich ist also auch der Premium-Betrag ein guter Deal.
Aber es gibt natürlich Anwender, die stärker auf das Geld schauen müssen. Zwar gewährt Evernote Hochschulen, Schulen und NGOs 50 % auf den Business-Account, aber das funktioniert erst ab 5 Usern in der gleichen Institution. Hier wäre es tatsächlich an der Zeit, einen verminderten Betrag z. B. für Studenten einzuräumen.

Sind Alternativen günstiger?
Natürlich kann man bei geringem Datenumfang seine Listen und Texte auch mit kostenlosen Apps wie Google Keep, Wunderlist, Simplenotes oder Apple Notes führen – aber Evernote spielt ja in einer ganz anderen Liga. Es gibt nur ein alternatives Programm, das auf ähnlich vielen Plattformen ähnlich umfangreiche Funktionen zur Verfügung stellt: OneNote. Stefan Wischner, der den bekannten OneNote-Blog führt, hat dazu einen sehr fairen und ausgewogenen Artikel geschrieben.
Ja, OneNote ist ein gutes Programm. Und ich vermute mal, man kann damit auch größere Informationsmengen bewältigen. Und es hat sehr viele Funktionen. Aber konzentriert und effizient zu arbeiten, ist nicht unbedingt eine Frage der Funktionen. Beispiel Textverarbeitung: Natürlich könnte ich den Funktionskoloss “Word” auch für lange und komplexe Texte nutzen. Käme mir aber nicht in den Sinn. Mit Markdown-Editoren bin ich schnell, konzentriert und habe alle Texte ohne einen einzigen Griff zur Maus sofort strukturiert auf dem Schirm. Ich kann mich also auf das Wesentliche konzentrieren. So geht es mir auch mit Evernote.

Sind Alternativen robust?
Ein Faktor, der für mich bei Anwendungen immer wichtig ist: Wie stark bin ich an ein System “gebunden” – was passiert, wenn es aufhört “zu existieren”? Google hat damals seinen Reader und jüngst seinen Foto-Dienst Picasa abrupt eingestellt, da gibt es also keine Garantien. Evernote habe ich momentan ca. 13.000 Notizen mit tausenden von Dokumenten und Fotos anvertraut. Ist das ein Risiko? Im Falle von Evernote: Nein. Evernote wandelt ja keine Daten um, es “steckt” meine Informationen lediglich in einen Container. Bei dem Container handelt es sich um eine Standard-Datenbank – die gleiche, die z. B. Firefox für seine Lesezeichen verwendet (man kann sogar mit einem Firefox-Addon auf die Evernote-Datenbank zugreifen). Damit bin ich unabhängig von einem Anbieter.
Und noch mehr: Evernote stellt sehr flotte Export-Varianten zur Verfügung. Alle Anhänge des gesamten Archivs wieder auf der Festplatte speichern? Je nach Umfang und Hardware eine Angelegenheit von wenigen Sekunden oder Minuten. Alle Notizen samt Metadaten geordnet in Festplattenverzeichnissen exportieren? Dauert etwas länger, aber 10 – 30 Minuten für große Archive sind ja auch noch erträglich. Wenn ich jetzt also mit meinen 13.000 Notizen “umziehen” würde, würde ich mich immer fragen: “Was passiert, wenn ich in den nächsten Jahren dort 18.00 Notizen sammle und dann wechseln möchte? Wie groß wird der Aufwand sein, das 1:1 zu exportieren? Sind solche Export-Möglichkeiten überhaupt vorhanden?”

Fazit
Die Entscheidung, welche Software verwendet wird, muss natürlich jeder für sich selbst treffen. Ich persönlich bin mit Evernote zufrieden und freue mich, wenn es viele Leute gibt, die das Programm auch verwenden. Aber ich verstehe auch, wenn jemand lieber mit anderen Tools arbeitet – und ich denke: Lernen kann man von jeder Anwendung.

[1] Die neuen Gebühren spielen bei den bestehenden Accounts keine Rolle – erst bei einer Verlängerung des Abos kommen sie zum Tragen.
[2] Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Werbetreibende weder an dem Urlaubsbild von Klausi und seiner Sandburg interessiert noch an dem romantischen Liebesgedicht von Sarah. Das eigentlich “Gold” entsteht, wenn ein Unternehmen Daten verknüpfen kann, soziale Beziehungen durchleuchtet, Interessen von Gruppen rekonstruiert usw. – halt exakt so, wie man es von Google, Facebook usw. kennt.

Das könnte Dich auch interessieren...

22 Antworten

  1. Alexander sagt:

    Danke, endlich ein guter, unaufgeregter Beitrag zum Thema. Ich verwende EN beruflich und privat. Mein Workflow ist darauf abgestimmt, ich bin sehr zufrieden damit. Ich finde, der Preis ist für die Funktionen durchaus angemessen und sehr wichtig ist mir, dass keine Daten verkauft werden.
    Es gibt zwar einige Rufer in der Wüste, die meinen, EN wird es nicht mehr lange geben, aber bis dahin bleibe ich denen treu!
    Liebe Grüsse aus Wien

    • Herbert sagt:

      Ja, solche „Rufer“ gibt es seit vielen Jahren 🙂 Fakt ist: Evernote hat früh (um 2011 rum) einen „5-Schritte-Plan“ als Strategiepapier offen gelegt – und als Phase vor dem Börsengang beschrieben, dass nach den Anfangsjahren ab 2014 die Bezahl-Accounts in den Fokus rücken sollen.

  2. Kurt Lhotzky sagt:

    Sehr gut argumentiert. Ich nutze weitgehend freie Software und spende immer wieder für die EntwicklerInnen. Gute Software hat ihren Preis, Evernote ist eines der wenigen kommerziellen Programme, das ich verwende, und das zahle ich dann eben auch entsprechend. Ich bin nach reiflichen Überlegungen von free auf die damalige Premiumversion umgestiegen und arbeite sehr intensiv damit.

  3. Ich „wiederhole“ mal meinen Kommentar den ich „drüben“ bei Lars Bobach dazu gelassen habe:

    Ich bin seit September 2009 zahlender Anwender von Evernote und hatte (bis vor wenigen Tagen) über 2000 Notizen gespeichert. Der Umstand das Evernote in den Medien war, hat mich auf jeden Fall dazu gebracht, noch einmal darüber nachzudenken wie ich Evernote verwende. Mein bisheriges Nutzungsverhalten war im Grunde sehr einfach: Will ich etwas „für immer“ speichern, landet es in Evernote. Dafür hatte ich mir eine ausgefeilte Ordnerstruktur ersonnen, und dann sowohl Privates wie auch Berufliches abgespeichert und (idR.) auch wiedergefunden.

    Die letzten Tage habe ich nun begonnen, einen großen Teil meiner Evernote-Notizen aus Evernote herauszulösen. Ich beschreibe hier einfach mal was ich aus Evernote herausgeholt habe, wohin ich es alternativ gespeichert habe und – vor allem – warum ich das in jedem Einzelfall gemacht habe.

    1. Private Dokumente: Meine Papierpost digitalisiere ich schon seit 2011 und jedes Dokument von dem ich in der Meinung war, es sollte besser aufbewahrt werden, lag in Evernote. Das Problem: Meine Frau kam mit Evernote am iPad nicht gut zu Recht. Im Grunde musste ich immer selbst die Dokumente suchen, die sie benötigt hat. Evernote ist einfach nicht intuitiv genug für jemanden der sich damit nicht beschäftigen will. Damit ist es als digitale Ablage für einen Mehrfamilienhaushalt nicht geeignet. Ich habe nun alle Dokumente aus Evernote herausgeholt, mit sauberen Dateinamen versehen und in einer simplen Ordnerstruktur (ähnlich meiner bisherigen in Evernote 😉 abgelegt. Dieses Archiv wird lokal gesichert und über Dropbox in die Cloud gespiegelt. Meine Frau kommt mit der Dropbox-App sehr gut und schnell zurecht. Sie findet die Dokumente die sie braucht in wenigen Sekunden – ganz ohne Suche. Die wichtigsten Dokumente (Scans von Ausweisen, Arztbriefe. Geburtsurkunden, Zeugnisse, wichtige Vertragsdokumente, etc), habe ich noch einmal in der Notes-App von iOS gespeichert und über einen gemeinsamen iCloud-Account auch meiner Frau verfügbar gemacht. Damit sind die wichtigsten Dokumente auch immer offline verfügbar.

    2. Kochrezepte: Liegen jetzt auch in der Notes-App von iOS. Warum? Weil Evernote auf iOS träge ist und die aus unterschiedlichen Online-Quellen übertragenen (und von uns verfeinerten) Rezepte durch die übernommenen Formatierungen einfach total unansehnlich aussehen. Abgesehen davon greifen meine Frau und ich jetzt auf einen einheitlichen Rezepte-Pool zu.

    3. Bedienungsanleitungen (und Bauanleitungen für LEGO): Ich war sehr stolz auf meine Manuals-Notizbuch in Evernote. Aber wie schon bei den privaten Dokumenten, jemand anderes kam damit nicht wirklich klar. Auch hier habe ich jetzt einen Ordner in der Dropbox, sauber benannte Dokumente und schwupps alles in Sekunden auffindbar. Sogar für mich schneller wie in Evernote, der ich immer nur mit der Suche gearbeitet habe.

    Nach er „Säuberungsaktion“ befinden sich fast nur noch Notizbücher mit beruflichen Content in Evernote (die verbliebenen privaten Notizen werde ich noch migrieren, wenn ich weiß wo diese am besten aufgehoben sind ;). Und genau dafür fühlt es sich auch richtig perfekt an, da hier jede Menge unstrukturierte Informationen anfallen die sich schlecht in Verzeichnissen ablegen lassen.

    • Herbert sagt:

      Danke, dass Du ausführlich Dein System vorgestellt hast. Ja, kann man sicher so machen und wenn es für Euch funktioniert, ist es ja auch richtig so. Ich persönlich halte es allerdings für sinnvoll, möglichst wenige „Ablageorte“ zu nutzen – sonst muss ich ständig überlegen, wo ich was habe und mit welcher Suchart ich das Gewünschte finde. – Warum soll Evernote unter iOS „träge“ sein? Ich habe 13.000 Notizen mit tausenden von Dokumenten – auch auf iPhone 6 und iPad Air finde ich innerhalb von Sekunden alles.

  4. uwe brenner sagt:

    Sehr guter Beitrag.
    Ich nutze Evernote seit 2009 und auch ich habe auch gerufen, allerdings war der Ruf unüberlegt. Ich nutze Evernote als mein „Zweithirn“, dort werden über Hazel und Applescript sämtliche Daten hineingeschaufelt. Egal ob ich über Twitter, oder Basecamp einen neuen Track finde, alles kommt nach Evernote. Den Workflow habe ich auch über Synology/OneDrive und Boxcryptor versucht. Funktioniert nicht. OneNote ist schön bunt, aber zu wenige durchdacht und zu wenige Schnittstellen zu anderen Applikationen. Google Keep kenne ich nicht, Apple Note und Synology Notestation können nicht einen Bruchteil von Evernote leisten und wie man Wunderlist mit Evernote vergleichen will, verstehe ich seit dem ersten Vergleichstest nicht.

  5. Michael sagt:

    Auch ich möchte mich für diesen Beitrag bedanken.
    Ich bin Lehrer & meine sämtlichen Stundenpläne leben in Evernote. Jeder Stundenplan (11. & 12. Schuljahr Physik und 7-10 Naturwissenschaft) enthält alle was ich für eine Unterrichtsstunde brauche. OneNote ist zwar eine Alternative aber irgendwie finde ich da immer etwas das mich nervt.
    Was mich am meisten an diesen Diskussionen ärgert ist das Totsagen von Evernote. Business Insider vor knapp einem Jahr & so ziemlich jeder Tech Podcast erscheinen beinahe gierig zu sein das Ende von Evernote vorher zu sagen.

    • Herbert sagt:

      Ja, über das „Ende“ von Evernote wird seit 5 Jahren geschrieben. Bei den ersten Artikeln hatte Evernote 60 Millionen Nutzer, bei dem von Dir angesprochenen Business Insider-Artikel 140 Millionen, ein Jahr später knapp 200 Millionen und laut den letzten Zahlen gibt es noch nicht mal durch die Preiserhöhungen einen spürbaren Einbruch. Na ja, Tech-Blogs müssen was zu schreiben haben, Twitterer müssen was zum Aufregen haben 😉

  6. Uwe Naumann sagt:

    Gut gemachter Beitrag.

    Free-User, die mosern das man Ihnen das kostenlose Spielzeug beschneidet, gibts immer. Und die, die am Lautesten schreien, haben am Wenigsten begriffen wie Wirtschaft funktioniert und das man von Luft nicht satt wird. Das sind dann gerne auch die, die in Ihrem Job ganz viel Geld für möglichst wenig Arbeit haben wollen….

    Momentan bin ich Premium-User, und das seit ca. 3 Jahren. EN selbst nutze ich schon länger. Und werde es auch weiterhin nutzen, momentan gibt es da für mich keine echte Alternative. Bei EN ist EN das zentrale Produkt, das wird man nicht einfach sterben lassen. Genau dieses Risiko (und schon mit anderen Tools gemachte schlechte Erfahrungen (Google Reader lässt grüßen…) halten mich davon ab noch mehr auf die großen Anbieter zu setzen, wo man gern mal eines der vielen Tools einstampft, wenn man damit kein tragfähiges Geschäftsfeld hin bekommt oder sein Heil in anderen „moderneren“ Technologien sieht (RSS ist ja Tod, G+ gehört die Zukunft!!!!). Ok, wenn die Großen zukaufen kann das auch in die Hose gehen. Mal sehen was aus Wunderlist wird. In der Endkonsequenz werden wir uns sowieso von dem Gedanken der über Jahrzehnte konstant verfügbaren Lösungen trennen und mehr oder weniger regelmäßig unsere Daten migrieren müssen.

  7. Karl sagt:

    Danke für den Kommentar. Ich habe meine Erfahrungen und Éinschätzungen hier mal notiert: http://boerne4u.tumblr.com
    Zum Vergleich mit OneNote gibt es auf dem OneNote Blog auch einen interessanten Beitrag. Kurzum, wer etwas mehr mit Evernote macht, als nur ein paar Notizen zu sammeln, für den gibt es eigentlich keine echte Alternative. Aber das ist meine persönliche Einschätzung.

    • Prinz Bernhard sagt:

      Ich nutze EN, dabei ist mir die Suchfunktion das entscheidende (insbesondere nach dem OCR der Seiten)

      Habe einen kurzen Versuch mit Notes gemacht, scheitert aber an der Suche nach dem OCR-Text, weil es so was soweit OneNote verstehe, gar nicht vorgesehen ist

  8. GeroM sagt:

    Da hilft auch kein Schönreden. Ein Aufschlag von 50% des bisherigen Preises ist ganz schön happig . Bin als Premiumnutzer ziemlich enttäuscht.

  9. Rack sagt:

    Einmal weniger zur Pommes Bude. Wir verschwenden soviel Geld, da gebe ich ich gerne für EN mehr aus, muss weniger suchen und schone meine Gesundheit.Gelichzeitig muss EN auch von etwas leben.

  10. Till sagt:

    Ich nutze Evernote für Mac und je mehr ich Evernote zur Datenbank meines gesamten Lebens mache, desto mehr Gedanken mache ich mir zu Backup-Möglichkeiten und alternativen Zugangswegen – „Evernote wandelt ja keine Daten um, es “steckt” meine Informationen lediglich in einen Container.“ – Gibt es dazu irgendwo genauere Infos? (Evernote für Mac)
    Bin dankbar für alle Infos! 🙂

  11. Bernhard Gramberg sagt:

    Hallo Till,

    Bei Windows werden die Daten komplett in einem eigenen Bereich abgelegt,
    getrennt von Inhalten und Anhängen.
    C:\Users\berg\AppData\Local\Evernote\Evernote\Databases
    C:\Users\berg\AppData\Local\Evernote\Evernote\Databases\Attachments

    Das kann man komplett sichern und hat sein ganzes Leben als Backup
    (Vorsichtshalber auch eine Programmversion sichern) .
    Deshalb funktioniert Evernote offline ebenfalls,
    weil alle Informationen bereits auf der Festplatte gespeichert sind.

    Unter Funktionen/Optionen ist der Ort dargestellt,
    wo die Informationen lagern.

    Bei Mac wird das wohl ganz ähnlich sein

  1. 10. September 2016

    […] Freunde, ganz ehrlich, da halte ich es wie einer meiner Lieblingsbloggerkollegen Herbert „Wie teuer ist „kostenlos“?“ – Einfach mal lesen. Gut genug zu dem Thema. Zurück zum […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.