WorkFlowy – große Listen flexibel anzeigen

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Ah – ich liebe sie, diese einfachen Dinge, die pfiffig durchdacht und sofort einsetzbar sind! WorkFlowy gehört dazu und ergänzt Evernote hervorragend. Bei WorkFlowy handelt es sich um einen puren – kostenlosen – Webdienst, der allerdings angepasste Darstellungen für Smartphones und Tablets aufweist (gleiche URL aufrufen, WorkFlowy erkennt von alleine, ob es mit einem mobilen Browser aufgerufen wurde). Auf den ersten Blick erweckt das Angebot den Eindruck, dass man einfach leicht und flott Listen generieren kann. Das wäre nun nichts Besonderes, und Evernote hat die üblichen Auszeichnungs- und Gliederungsfunktionen von Haus aus an Bord. Aber WorkFlowy ist angelegt auf große Listen, auf sehr große Listen, auf mega-große Listen.

Konkret bedeutet das: Es können beliebig viele Ebenen mit beliebig vielen Unterpunkten und Notizen angelegt werden. Die Übersicht bleibt gewahrt durch das Auf- und Zuklappen der Gliederungspunkte. Außerdem wird automatisch eine Verzeichnisstruktur mit einer „Brotkrümelnavigation“ angelegt, also jene Linie mit Gliederungs-Oberpunkte, die ein raschen Hin- und Herspringen ermöglichen.

Dazu kommen noch eine Reihe guter Einfälle, wie z. B. die Stichwortvergabe via Raute – einfach da „#“-Zeichen eingeben – man erhält sofort eine Auswahlliste seiner eigenen Stichwörter. Diese bilden gleichzeitig einen Link – klickt man also auf solch einen „Hashtag“ werden sofort nur noch jene Gliederungszeilen angezeigt, die mit dem gleichen Stichwort versehen wurden.

Hervorstechendes Merkmal ist die leichte Bedienbarkeit via Maus und Shortcuts – alles lässt sich verschieben, einrücken, kopieren, suchen ohne großen Aufwand. Die fertige Liste, oder auch nur Teile daraus, kann in die Zwischenablage exportiert und in Evernote eingefügt werden.

Einen Eindruck über die Arbeitsweise kann man sich recht gut mit diesem Video verschaffen.

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6 Antworten

  1. GeroM sagt:

    So praktisch WorkFlowy auf den ersten Blick auch aussieht, sollte jedem bewusst sein, dass es ein weiterer Dienst ist, der private Daten „in the cloud“ speichert und (zumindest theoretisch) damit machen kann, was er will.

    Je nachdem wie intensiv ich WorkFlowy nutze, hätten ungebetene Dritte anhand meiner Aufgaben- und Projektlisten, die alle in einer zentralen Liste gespeichert sind, recht schnell und einfach die Möglichkeit, ein ziemlich genaues Profil von mir zu erstellen. Das Problem gilt zwar generell für Cloud-Dienste, aber je mehr davon ich benutze, um so größer ist die Gefahr, dass irgendwann mal etwas in die falschen Hände gerät.

    Evernote bietet zumindest die SSL-Verschlüsselung für Premium-Kunden und die Möglichkeit, sensible Daten vor dem Hochladen zu verschlüsseln.

    Außerdem bleibt nach wie vor die Frage nach dem Nutzen. Mit WorkFlowy erstelle ich eine Endlos-Liste, die, zugegebenermaßen recht übersichtlich und (wenn man sie geschickt anlegt) leicht zu durchsuchen ist. Ähnliche Outliner-Listen kann ich auch in Evernote anlegen, in mehrere Ebenen aufteilen, mit Tags versehen und wahlweise (wenn erledigt) durchstreichen oder mit einem Abhakkästchen versehen. Zudem habe ich die Möglichkeit, meine Listen nach Aufgabengebieten und Projekten in verschiedenen Notizbüchern oder Notizzetteln anzulegen … was ich persönlich wesentlich übersichtlicher finde.

    Es ist sicherlich eine Geschmacksfrage und der Nutzen liegt im Auge des Betrachters (bzw. Users).Aber wer sich Evernote verschrieben hat, braucht m.E. nicht auch noch WorkFlowy.

  2. Herby sagt:

    Prinzipiell stimmt das natürlich. Ich persönlich sehe bei solchen Tools eher den Vorteil der leichten Bedienbarkeit, z. B. wenn ich mit Kollegen ein Brainstorming durchführe. Bei einer langen Liste ist es eben sehr übersichtlich, wenn man Zweige „mal eben“ einklappen kann und nur den gerade interessierenden Zweig näher anschaut. Als „richtiges“ Arbeitstool wäre auch mir WorkFlowy zu eingeschränkt, weil es ja nur Textzeilen aufnehmen kann.
    Für die Leser wäre die von Dir beschriebene Evernote-Organisationsform aber sehr interessant. Hättest Du nicht mal Lust, einen kleinen Gastartikel hier zu schreiben mit Beispielen aus Deinem Ordnungssystem?

    • Hans sagt:

      WorkFlowy ist cool – weil es eigentlich eine fast exakte Abbildung meiner Lieblings-Aufgaben- und Listen-Verwaltung ist: TaskPaper.

      Die funktioniert unglaublich gut – aber nur für einen.

      Bei der Zusammenarbeit mit anderen glänzt WorkFlowy: Denn mit @name kann ich Aufgaben zuweisen und nach Personen filtern, genau wie ich mit dem Hashtag # nach Themen filtern kann.

    • GeroM sagt:

      Wäre eine Überlegung wert. Mir fehlt zwar im Moment etwas die Zeit, aber komme bei Gelegenheit gerne darauf zurück.

  3. Peter sagt:

    Aufgrund der vielen positiven Beiträge zu Workflowy wollte ich auch mal testen. Nun habe ich ein Problem, nach Eingabe eines Gliederungspunktes wird dieser so dargestellt:

    Test .

    Wer kann mir helfen, wo liegt das Problem?

    Peter

  4. Peter sagt:

    Hallo,

    in meiner Anfrage wurde der Gliederungspunkt ohne „“ dargestellt.Auf meinem Bildschrirm sieht das s aus:

    “ Test “

    Sind das HML Tags bzw, wie kann ich deren Anzeige dann unterbinden.

    Peter

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